Zu hunderten Einsätzen musste die Polizei in der Halloween-Nacht ausrücken. Pyrotechnik sorgte für Verletzungen und einen Brand, auf einer Halloween-Party brachen zehn Menschen zusammen.
Zehn Menschen brechen auf Party zusammen
Zehn Menschen sind auf einer Halloween-Party in Stuttgart plötzlich zusammengebrochen. Die Feiernden seien ärztlich versorgt und in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Verletzten hatten laut Polizei selber gemutmaßt, dass es sich um K.o.-Tropfen handeln könnte. Auf freiwilliger Basis wurde ihnen Blut abgenommen. Nun werde in alle Richtungen ermittelt.
Beteiligte wieder aus Krankenhaus entlassen Stuttgart: Mehrere Verletzte bei Halloween-Party - Verdacht auf K.o.-Tropfen
Nach einer Halloween-Feier in Stuttgart-Wangen mussten mehrere Menschen ins Krankenhaus. Wie die Polizei nun ermittelt.
Darüber hinaus kam ein Sprecher der Polizei in Stuttgart am Morgen auf rund 40 sogenannte "Unfug-Einsätze", zu denen die Polizei unter anderem Eier- und Pyrotechnikwürfe zählt. Eine Frau sei bei der Verfolgung von Eierwerfern beinahe von diesen angefahren worden.
Rund 400 Personen hielten sich in Stuttgart bei einer privaten Halloween-Party einer 15-Jährigen und in der näheren Umgebung auf. Die Uneingeladenen verhielten sich teilweise aggressiv, warfen Flaschen und zündeten Böller. Die Polizei verteilte Platzverweise und konnte die Situation beruhigen.
Bayerische Polizei ermittelt wegen Nagel in Süßigkeit
Im mittelfränkischen Dinkelsbühl (Bayern), nur wenige Kilometer von der Landesgrenze zu Baden-Württemberg entfernt, hat der Fund einer Mutter Schlagzeilen gemacht. Mittlerweile ermittelt die Polizei: Die Frau fand einen zwei Zentimeter langen Nagel in einer Süßigkeit, die ihre zwölf Jahre alte Tochter vom Tür-zu-Tür-Gehen an Halloween mitgebracht hat.
Es sei nicht auzuschließen, dass der Nagel absichtlich in das Schokoladen-Ei gesteckt worden sei, teilte die Polizei mit. Auch ein Produktionsfehler werde geprüft. Laut Polizei wurden die Eltern der anderen Kinder, die mit dem Mädchen unterwegs waren, verständigt. Weitere Fälle wurden am Tag nach Halloween bekannt. Verletzt wurde demnach niemand.
200 Einsätze im Raum Freiburg
Das Polizeipräsidium Freiburg zählte rund 200 Einsätze. Es seien etliche Eier und Böller geworfen worden, sagte ein Sprecher. Ein Jugendlicher habe sich bei einem Böllerwurf in Gundelfingen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) leicht verletzt.
Viel Pyrotechnik im Einsatz
In Reutlingen, Tübingen, Esslingen und im Zollernalbkreis kam es in der Halloween-Nacht zu 120 Polizeieinsätzen, was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang darstellt. Hauptsächlich waren es Ruhestörungen, Sachbeschädigungen oder das Zünden von Feuerwerkskörpern. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Reutlingen erklärte, dass im Einsatzgebiet des Präsidiums auffallend viel geböllert worden sei. Unter anderem wurde ein Fenster ersten Erkenntnissen zufolge an einer Realschule in Weilheim an der Teck (Kreis Esslingen) aufgesprengt. Gestohlen wurde demnach nichts.
Feuerwerkskörper setzt Hecke in Brand
In Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) geriet durch Feuerwerkskörper eine vier Meter hohe Thujahecke in Brand. Eine Gruppe Unbekannter soll die Pyrotechnik gezündet haben. Die Flammen griffen nicht auf das angrenzendes Wohnhaus über. Die Beamten schätzten den Schaden auf rund 500 Euro.
Auch in Mittelbaden beschäftigte die Halloween-Nacht die Beamten. Ein 37-Jähriger habe einen Beamten in den Finger gebissen, wie eine Sprecherin erklärte. Der Polizist wollte den Mann in Gewahrsam nehmen, nachdem dieser in Lahr (Ortenaukreis) in einer Diskothek randaliert hatte. Insgesamt zählten die Beamten des Präsidiums Offenburg (Ortenaukreis) rund 50 Einsätze. Ein Sprecher der Polizei in Pforzheim sprach von 65 Einsätzen, die sich über das ganze Dienstgebiet erstreckten.