Dichter, dunkler Rauch und mehrere laute Knalle: Am Mittwochnachmittag ist im Postverteilzentrum in Weinsberg (Kreis Heilbronn) ein Feuer ausgebrochen. Nach Angaben der Polizei beläuft sich der Schaden auf etwa 250.000 Euro. Verletzt wurde niemand. Inzwischen teilte DHL mit, dass wohl keinerlei Pakete oder Briefe verbrannt sind oder beschädigt wurden.
SWR-Reporterin Luisa Funk erklärt, wie es jetzt weiter geht:
Kaum Sendungen im Verteilzentrum: Keine Briefe oder Pakete beschädigt
Einem DHL-Sprecher zufolge waren gerade alle Mitarbeiter auf Tour. Daher haben zum Zeitpunkt des Feuers kaum Sendungen im Verteilzentrum auf die Zustellung gewartet. Auch in einem Container, der unter anderem brannte, hätten sich keine Briefe oder Pakete befunden. Da das Feuer gelöscht werden konnte, bevor es ins Innere des Gebäudes übergreifen konnte, gab es auch da keine beschädigten Sendungen.
Weiter heißt es, die rund 20 Pakete und wenigen Briefsendungen, die während des Brandes im Stützpunkt gelagert waren, seien dann am Donnerstagmorgen in die Zustellung gegangen. Es sollte also nichts verloren gegangen sein. Die Zustellung sei ebenfalls sichergestellt. Man könne kurzfristig in den ehemaligen, leerstehenden Zustellstützpunkt Neckarsulm umziehen und habe schon eine weitere Halle angemietet.
Feuer greift von Containern auf Postverteilzentrum über
Gegen 16 Uhr ging am Mittwoch bei der Feuerwehr der erste Alarm ein: Mehrere Anrufer meldeten eine starke Rauchentwicklung. Diese war laut Polizei selbst von der Autobahn aus sichtbar. Als die Einsatzkräfte am Brandort eintrafen, standen bereits Container auf dem Hof in Flammen.
"Das Feuer hatte da schon auf die Industriehalle übergegriffen", erklärte Heiko Frank, Einsatzleiter der Feuerwehr. Auch laute Knalle waren weithin zu hören. Deshalb vermutet die Feuerwehr, dass auch Akkus von Zustellfahrzeugen betroffen gewesen sein könnten.
Polizei ermittelt Ursache nach Brand in Weinsberg
Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell unter Kontrolle bringen. Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich keine Menschen mehr im Gebäude, heißt es von der Polizei, sodass niemand verletzt wurde. Das bestätigte auch DHL am Donnerstag noch einmal. Die Feuerwehr war mit mehreren Fahrzeugen und 55 Kräften vor Ort. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen.