Im Lauffener Hölderlinhaus (Kreis Heilbronn) zeigt eine Ausstellung der Werkrealschule, was man mit ausrangierten Büchern Kreatives anstellen kann: Die Exponate sind bis Mitte September zu sehen. Auf die Idee zur Buchkunst in der Schule kam Lehrerin Andrea Fronius durch Zufall, als sie ein Buch zum Thema in der Bibliothek fand.
Buchkunst: Auch ein tolles Geschenk
Blick ins zurückliegende Schuljahr: Konzentriert falten die Schülerinnen und Schüler der Buchkunst AG an ihren Werken. Die Motive haben sie sich sich selbst ausgesucht. Ob Spitzname des Schwarms, Schmetterling oder gar das Konterfei des berühmten Dichters Hölderlin - die Möglichkeiten sind vielfältig. "Besonders beliebt ist das Herz", sagt Fronius, denn hier komme keine Schere zum Einsatz. Das Erfolgserlebnis sei fast garantiert, zudem eigne es sich prima zum Verschenken.
Alles eine Frage der Technik
In einem ersten Schritt wird am Rechner eine Excel-Tabelle erstellt, dabei entspricht jede Buchseite einer Zeile. Darüber wird dann das Motiv gelegt. Mit dem Ausdruck der Tabelle kann die Falt- und oder Schnitt-Arbeit beginnen. Es braucht viele Stunden, bis aus einem Buch ein schickes Motiv wird. Phasen, in denen man die Motivation und Geduld verliert, gehören dazu.
Schülerin Jersey hätte fast aufgegeben. Doch sie ist stolz, am Ende durchgehalten zu haben. Einen Hölderlin-Kopf hat die Neuntklässlerin Tuana erstellt, das Werk hat rund 500 Seiten.
Ausstellung im Hölderlinhaus in Lauffen
Die wöchentliche AG hat Andrea Fronius an fünf Schulhalbjahren angeboten. Die schönsten Exemplare sind jetzt im Hölderlinhaus zu sehen. "Das ist wirklich eine ganz raffinierte Art, zu falten. Ich habe da eine ganz große Bewunderung", sagt die Leiterin des Hauses, Eva Ehrenfeld. Es sei schon die dritte Ausstellung der Werkrealschule im Hölderlinhaus und sie findet es toll, dass sich die Lehrerinnen und Lehrer so engagieren.