In großem Stil haben bislang unbekannte Täter einen Solarpark in Ahorn-Berolzheim (Main-Tauber-Kreis) heimgesucht. Sie verschafften sich zunächst gewaltsam Zugang zu dem eigentlich umzäunten Gelände. Anschließend klauten sie Solarkabel von rund 50 Kilometern Länge. Der reine Materialwert beläuft sich nach Angaben einer Polizeisprecherin auf etwa 100.000 Euro.
Riesige Menge Kabel gestohlen: Wie funktionierte der Abtransport?
Der Gesamtschaden dürfte allerdings deutlich höher liegen, mutmaßt die Polizei. Denn hinzu kämen jetzt weitere Kosten für die Reparatur und die nun anfallende Instandsetzung.
Aber wie konnten die Täter die riesige Menge an Kabeln in so kurzer Zeit fortschaffen? Darüber sind bislang keine weiteren Details bekannt. Fest steht allerdings: Für den Abtransport dürften größere Fahrzeuge oder sogar mehrere Transporte nötig gewesen sein.
Nun hoffen die Ermittler auf Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die zwischen Mittwochnachmittag und Donnerstagmorgen verdächtige Fahrzeuge oder Menschen rund um den Solarpark beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
Ähnliche Vorfälle: Diebe klauen tonnenweise Kabel am Schemelsbergtunnel
Der Fall reiht sich ein in eine Serie ähnlicher Delikte: Immer wieder werden tonnenweise Kabel entwendet. Das darin enthaltene Metall, vor allem Kupfer, lässt sich auf dem Schwarzmarkt gewinnbringend weiterverkaufen.
So vermutlich auch das Kupferkabel, das Anfang Juli von der Großbaustelle am Schemelsbergtunnel bei Weinsberg (Kreis Heilbronn) geklaut wurde. Rund 40 Tonnen Kupfer im Wert von knapp 200.000 Euro wechselten in den Besitz von Dieben.
40 Tonnen Kabel von Tunnelbaustelle verschwunden Rekord-Diebstahl! Kupfer-Diebe schlagen reihenweise im Raum Heilbronn zu
Kupfer scheint eine magische Anziehungskraft auf Diebe zu haben. Die aktuelle Dimension ist aber neu: Laut Polizei hat sich in Weinsberg einer der größten Diebstähle zugetragen.