Es ist fast wie ein Déjà-vu: Denn bereits zum dritten Mal in ihrer Vereinsgeschichte mussten die Heilbronner Falken den Gang zum Insolvenzgericht antreten. Das geht aus dem Justizportal des Bundes und der Länder hervor. Seit Monaten hatten sich die Anzeichen verdichtet, dass die wirtschaftliche Lage der Falken angespannt ist.
Heilbronner Falken insolvent - es bleiben viele Fragen
Offene Rechnungen und offenbar ausbleibende Einnahmen haben den Verein zunehmend unter Druck gebracht. Dass es jetzt wieder an Geld fehlt, gilt in der Szene längst als offenes Geheimnis. Der Verein hatte versucht, mit einem Schreiben an Sponsoren zusätzliche Mittel zu mobilisieren. Die erhoffte Entlastung blieb aber wohl aus.
Nach Informationen der Heilbronner Stimme belaufen sich die Außenstände wohl auf einen hohen sechs- bis siebenstelligen Betrag. Bereits am 10. Januar sollen entsprechende Zahlungen beim Finanzamt fällig gewesen sein.
Sportdirektor Martin Jiranek bestätigte dem SWR, dass er für Donnerstag zu einem Gespräch geladen wurde. Weitere Details wollte er nicht nennen. Offiziell hält sich der Club bislang bedeckt. Über die vereinseigenen Kanäle gibt es zum Insolvenzantrag keinen Kommentar.
Eisbären in möglicher Schlüsselrolle
Stattdessen ging am Mittwoch eine ganz andere Nachricht online: die Ankündigung des Ticketvorverkaufs für die verbleibenden Heimspiele der Saison. Demnach ist es durchaus möglich, dass die Heilbronner Falken den Spielbetrieb trotz des laufenden Insolvenzverfahrens zunächst fortsetzen und die Saison regulär zu Ende spielen.
Trotz aller Unsicherheiten träumen die Fans aber vermutlich weiter von Profi-Eishockey in Heilbronn. Ob es für die Falken möglicherweise einen erneuen Neustart gibt, bleibt abzuwarten. Von wachsender Bedeutung könnten aber vielleicht auch die Eisbären, also die Amateurmannschaft des Heilbronner Eishockey-Clubs (HEC), sein.