Wieder krachte es auf der A81 in Heilbronn-Franken, wieder lag es laut Polizei an Aquaplaning. Drei Unfälle ereigneten sich am Mittwochmorgen auf der A81, ein Auto überschlug sich. Und auch auf der A6 kam es zu zwei Unfällen - hier war ebenfalls das Wetter der Grund, heißt es.
Aquaplaning auf A81: Auto überschlagen
Auf Höhe Möckmühl (Kreis Heilbronn) überschlug sich ein Auto und landete im Graben, nachdem es ins Schleudern geraten war, meldet die Polizei. Der Fahrer kam verletzt ins Krankenhaus. Und auch bei Ilsfeld (Kreis Heilbronn) hatte es erst eine Stunde davor gekracht. Drei Autos waren beteiligt, eines drehte sich um die eigene Achse. Hier wurde niemand verletzt. Auch nahe des Main-Tauber-Kreises kam es auf Höhe Rosenberg (Neckar-Odenwald-Kreis) zu einem Aquaplaning-Unfall, meldete die Heilbronner Polizei, bei dem ein Auto von der Straße abkam.
Zwei Unfälle im Dauerregen passierten auf der A6 am Mittwochvormittag. Am Weinsberger Kreuz (Kreis Heilbronn) war ein Fahrer laut Polizei zu schnell unterwegs, kam ins Schlingern und kollidierte mit der Leitplanke. Bei Öhringen (Hohenlohekreis) krachte ebenfalls ein Auto in die Leitplanke und drehte sich auf der Fahrbahn. Auch hier blieben die Fahrer unverletzt.
Viele Unfälle bei Regen Aquaplaning-Serie auf der A81: Zustand der Autobahn in der Kritik
Auf der A81 ist es vermehrt zu Aquaplaning-Unfällen gekommen. Immer wieder wurden Abschnitte gesperrt. Zwar gilt an vielen Stellen Tempo 80, doch nicht alle halten sich daran.
Aquaplaning: Immer wieder kommen Autos auf A81 ins Schleudern
Unfälle mit Schwerverletzten ereigneten sich laut Polizei am Mittwochvormittag zwar nicht, dennoch wird schon länger Kritik am Zustand der A81 laut. Denn vor allem diese Nord-Süd-Verbindung ist besonders gebeutelt, wenn es um Aquaplaning-Unfälle geht. Auch der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte 2020 einen schweren Unfall - ebenfalls bei Möckmühl. Damals geriet ein Auto aufgrund des strömenden Regens ins Schleudern und prallte gegen ein Begleitfahrzeug der Kolonne des Ministerpräsidenten.
Tipps vom ADAC bei Regen
Ab 80 Stundenkilometern steigt laut Polizei das Risiko für Aquaplaning, aber auch bei niedrigerer Geschwindigkeit kann man schon ins Rutschen kommen. Julian Häußler, Sprecher vom ADAC Württemberg, riet schon in der Vergangenheit im SWR, im Herbst die Profiltiefe der Reifen zu kontrollieren: "Je weiter die Reifen abgefahren sind, desto größer ist einfach die Gefahr, dass so etwas passiert", so Häußler damals. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern, der ADAC empfiehlt für Winterreifen aber vier Millimeter. Diese könnten bereits im Herbst montiert werden.
Wer den Regen schon auf der Straße stehen sieht, sollte langsamer fahren. Wer trotzdem ins Rutschen kommt, sollte dann nicht mehr lenken, bremsen oder gar beschleunigen, erklärt der ADAC-Fachmann Julian Häußler.