Die Stadt Heilbronn darf im Jahr 2027 den Titel "Grüne Hauptstadt Europas" tragen. Das hat die Europäische Kommission am Donnerstag beim Finale in Vilnius in Litauen bekannt gegeben. Heilbronn setzte sich im Finale gegen Debrecen in Ungarn und Klagenfurt in Österreich durch. Neben dem Titel gibt es für den Gewinner ein Preisgeld in Höhe von 600.000 Euro. Der Preis wird an Städte verliehen, die in Bereichen wie Luftqualität, Grünflächen und Klimaanpassung führend sind.
Große Freude in Vilnius: Heilbronn überzeugt
Die Stadt Heilbronn hatte sich im vergangenen Jahr erstmals um den Titel beworben. Damals musste man sich nur der portugiesische Stadt Guimarães geschlagen geben. Nun hat es im zweiten Anlauf geklappt. Bei der Preisverleihung in Litauen waren unter anderem Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD) und Baubürgermeister Andreas Ringle (Grüne) vor Ort. In Heilbronn wurde die Verleihung live auf dem Marktplatz übertragen.
Bei seiner Rede bei der Preisverleihung hat Oberbürgermeister Harry Mergel der Europäischen Kommission für den Titel gedankt. Es sei eine große Ehre, aber auch eine große Verantwortung. Die Stadt zeigt, dass Industrie und Klimaschutz zusammen funktionieren können, so Mergel weiter. Dieser Weg sei noch nicht zu Ende.
Nachhaltigkeit, Umweltschutz und die Zukunft "Grüne Hauptstadt Europas": Was das für Heilbronn bedeutet
Nach dem Award ist vor dem Aktionsjahr: Als "Grüne Hauptstadt Europas" kommt auch Verantwortung auf die Stadt Heilbronn zu. Was bedeutet der Preis und was folgt damit jetzt alles?
Heilbronn versuchte mit Klimaschutzkonzept zu punkten
Bei European Green Capital Award geht es nicht nur darum, wer die grünste Stadt in Europa ist, sondern wer ein besonders gutes Konzept hat, grün zu werden. Heilbronn versuchte mit einem Klimaschutzkonzept zu punkten, das es bereits gibt. Das Ziel: Bis 2035 sollen die städtischen Einrichtungen klimaneutral werden. Auch bereits umgesetzte Projekte standen auf der Liste. Etwa der Neckarbogen oder auch die Waldheide. Die wurde bereits vor rund 25 Jahren vom Raketenstandort zum Erholungsgebiet.
Wir haben ehrgeizige Ziele, bis 2035 wollen wir klimaneutral sein.
Oberbürgermeister Harry Mergel sagte dem SWR, dass die Stadt seit vielen Jahren eine nachhaltige Stadtentwicklungspolitik verfolgt. Durch die erneute Teilnahme erhoffte er sich unter anderem, dass das Bewusstsein für das Thema bei den Bürgerinnen und Bürgern gesteigert wird.