Freiwillige Feuerwehr berichtet von nächtlicher Rettung

Tierische Abkühlung in Lauda-Königshofen? Wenn ein Rehbock im Pool landet

Die Feuerwehrleute aus Lauda-Königshofen dürften gestaunt haben, als sie am Einsatzort ankamen und da ein Rehbock im Pool schwamm. Das Tier konnte unverletzt gerettet werden.

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Von Autor/in Jan Arnecke

Kein gewöhnlicher Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Lauda-Königshofen. In der Nacht auf Dienstag kurz vor 1 Uhr ging ein Notruf ein: "Zwangslage Kleintier", wie der stellvertretende Feuerwehrkommandant Fabian Walter berichtet. Als die Einsatzkräfte ankamen, schwamm ein Rehbock in einem privaten Pool.

Rehe sind "exzellente" Schwimmer

Wie das Tier in das Schwimmbecken gelangte, ist nicht bekannt. Raus kam es mithilfe der Feuerwehr. Es versuchte zwar immer wieder selbst aus dem Wasser zu kommen, konnte sich wohl aber nicht richtig am Boden des Pools abstoßen und scheiterte an den glitschigen Wänden, erklärt Walter im SWR-Interview.

Im Ortsteil Gerlachsheim von Lauda-Königshofen (Main-Tauber-Kreis) hat sich in der Nacht auf Dienstag ein Rehbock verirrt und ist in einem privaten Pool gelandet. Er konnte unverletzt von der Feuerwehr befreit werden.
Guter Schwimmer: Der Rehbock befand sich schon rund eine Stunde im Wasser und sei "seelenruhig durch den Pool geschwommen", berichtet die Feuerwehr. Freiwillige Feuerwehr Lauda-Königshofen

Walter bemerkt aber auch, "Rehe können exzellent schwimmen!". Denn zwischen den Versuchen aus dem Wasser zu kommen, sei das Reh immer wieder "seelenruhig durch den Pool geschwommen". Laut dem Hausbesitzer war das Tier schon eine Stunde lang im Wasser, bevor die Feuerwehr eintraf.

Glücklicher Zufall: Jäger bei der Feuerwehr

Walter rief einen Feuerwehrkollegen hinzu, der auch Jäger ist. "Wir hatten vor Jahren schon einmal dasselbe Meldebild. […] Und auch der Jäger, der diesmal das Reh befreit hat, war damals auch dabei. […] Von daher war er dann meine erste Wahl", erinnert sich der stellvertretende Feuerwehrkommandant.

Rehbock ging es nach der Rettung "blendend"

Zunächst hatten die Einsatzkräfte versucht das Tier mit einem Netz an den Beckenrand zu ziehen, nachdem es sich beruhigt hatte. Das habe aber nicht geklappt. Als es dann von selbst an den Rand geschwommen kam, konnte der Jäger das Tier am Geweih packen und mithilfe der anderen Feuerwehrleute aus dem Wasser ziehen.

Der Einschätzung des Jägers zufolge - und weil das Tier gleich "froh" davongesprungen sei - ging es dem Rehbock "blendend". Augenscheinlich sei das Tier auch nicht verletzt gewesen, schließt Walter ab.

Swimmingpools können für Kinder und Tiere gefährlich werden

Mehrere Tierschutzorganisationen machen darauf aufmerksam, dass Pools abgedeckt werden sollten. Zudem sollten Ausstiegshilfen angebracht werden. Denn immer wieder fallen auch kleine Tiere wie Igel oder Katzen in die Pools, die sich nicht mehr befreien können.

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