Keine Gefahr für Bevölkerung

Falscher Notruf: Angeblicher Mord löst Polizei-Großeinsatz in Pfedelbach aus

Ein mutmaßlicher "Swatting"-Anruf hat einen Großeinsatz der Polizei in Pfedelbach ausgelöst. Ein Anrufer hatte behauptet, er habe jemanden erschossen. Gefahr bestand keine.

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Von Autor/in Jan Arnecke

Am frühen Donnerstagabend kam es in Pfedelbach (Hohenlohekreis) zu einem größeren Polizeieinsatz. Ein männlicher Anrufer hatte behauptet - unter Nennung seines angeblichen Namens und Adresse in Pfedelbach - eine Person erschossen zu haben.

Polizei mit Großaufgebot, doch es gibt schnell Entwarnung

Die Polizei rückte sofort mit einem Großaufgebot aus und sperrte das Gebiet weiträumig ab. Der Mann, dessen Name am Telefon genannt wurde, wurde festgenommen. Eine verletzte Person oder eine Leiche konnten aber nicht gefunden werden.

Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass es sich hier wohl um einen sogenannten Swatting-Anruf gehandelt hat. Der Festgenommene ist unschuldig und wurde unverzüglich freigelassen. Die Polizei geht davon aus, dass der echte Anrufer seine Telefonnummer mittels "Spoofing" verschleiert hat. Dabei wird beispielsweise auf dem Display des Empfänger-Telefons eine andere Nummer angezeigt, als die, von der aus wirklich angerufen wurde. Diese Technik nutzen der Behörde zufolge auch sogenannte falsche Polizisten.

Gegen 18:30 Uhr war der Einsatz der Polizei zufolge abgeschlossen. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe zu keiner Zeit bestanden. "Swatting" bezeichnet laut Polizei eine vorsätzliche Falschmeldung mit dem Ziel, einen bewaffneten Großeinsatz an einer bestimmten Adresse auszulösen. Dabei geben die Anrufer auch vor jemand anders zu sein. "Swatting" ist eine Straftat.

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