Räumdienste bereiten sich auf glatte Nacht vor

Schneechaos: Zugpassagiere sitzen fest, Lkw stehen quer, Schulen mit Notbetreuung

Am Weinsberger Kreuz ging zeitweise gar nichts mehr, deutlich über hundert Unfälle meldet die Heilbronner Polizei. Die Nacht könnte wieder glatt werden.

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Von Autor/in Aleyna Tas

Nach einem Montag mit reichlich Schneechaos bereiten sich die Räumdienste im Raum Heilbronn auf die Nacht vor. Bereits seit Sonntagnachmittag sind die Streufahrzeuge im Dauereinsatz, 50 Fahrzeuge waren allein im Heilbronner Stadtgebiet unterwegs. Auch wenn mittlerweile der Schnee wieder schmilzt, ist für die Mitarbeiter des Winterdienstes aber keine Entspannung in Sicht.

Da für die kommende Nacht wieder Frost vorhergesagt ist, sind extra viele Mitarbeiter im Einsatz, um die Hauptverkehrsstraßen, die Buslinien und die Steilstrecken freizuhalten, so Ralf Winkler, Leiter des Winterdienstes der Stadt Heilbronn. In der Hoffnung, dass dann am Dienstagmorgen weniger zu tun ist und der Verkehr fließen kann.

Autobahnkreuz Weinsberg: Zeitweise ging nichts mehr

Insgesamt 140 Unfälle haben sich im Einzugsbereich des Polizeipräsidiums Heilbronn wegen des starken Schneefalls ereignet. Dabei soll es fast ausschließlich zu Blechschäden gekommen sein. Zwei Menschen seien aber leicht verletzt worden.

Besonders schwierig war die Lage am Autobahnkreuz Weinsberg (Kreis Heilbronn): In der Überleitung auf die A81 in Richtung Stuttgart blieben mehr als zehn Lastwagen stecken. Der Bereich musste zeitweise voll gesperrt werden. Immer kam es im Laufe des Tages dazu, dass Lkw auf den Straßen quer standen. In manchen Städten hatten Schülerinnen und Schüler Probleme, in die Schule zu kommen, stellenweise gibt es deswegen nur eine Notbetreuung.

Chaos auf der A81 am Kreuz Weinsberg
Am Weinsberger Kreuz waren Feuerwehr und THW im Einsatz. Zeitweise ging auf der Autobahn gar nichts mehr. Fabian Geier / EinsatzReport24

Schulen teilweise nur mit Notbetreuung

Beispielsweise an der Weibertreu-Schule in Weinsberg (Kreis Heilbronn) fand zwar Unterricht statt, allerdings nur für die Schülerinnen und Schüler, die es trotz des Schnees in die Schule schafften.

Anders beispielsweise am Schulzentrum am Wört in Tauberbischofsheim: Am Morgen waren dort gerade mal zwei Schüler da, an der Realschule in Lauda (beide Main-Tauber-Kreis) kamen nur rund die Hälfte Schülerinnen und Schüler an. Deswegen gab es dort und auch an der Kaufmännischen Schule in Tauberbischofsheim nur eine Notbetreuung.

Verzögerungen bei der Müllabfuhr

Durch den Schnee kann es auch Verzögerungen bei der Müllabfuhr geben. Darauf weisen die Stadt Heilbronn und der Main-Tauber-Kreis hin. Die Behörden rufen die Haushalte dazu auf, die Tonnen am Straßenrand stehen zu lassen. Demnach kann es einige Tage dauern, bis sie wieder planmäßig geleert werden.

Probleme auf den Autobahnen: Lkw kamen nicht weiter, THW im Einsatz

Auch auf der A6 in Richtung Nürnberg zwischen Kupferzell (Hohenlohekreis) und Schwäbisch Hall kam es nach einem Unfall zu Sperrungen, zusätzlich blieben dort mehrere Lastwagen liegen, so die Polizei Aalen. Ansonsten hat sich die Unfallrate im Kreis Schwäbisch Hall etwas geringer gehalten: Insgesamt meldete die Polizei hier 15 Unfälle.

Einschränkungen bei Bussen und Bahnen

Ebenfalls betroffen vom Schneechaos sind Busse und Bahnen. Am Bahnhof Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall) etwa brauchten Bahnpassagiere viel Geduld: Ein Zug blieb vermutlich wegen Weichenproblemen stehen. Rund 30 Fahrgäste mussten fast vier Stunden im Zug warten.

Viele Busse der Verkehrsgesellschaft Main-Tauber (VGMT) sind am Montagmorgen erst gar nicht gefahren, bestätigten Schulleiter. Die Kommunikation sei schwierig gewesen, weil ein Hackerangriff vergangene Woche schon die VGMT lahm gelegt hatte.

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