Die Preise für Heizöl haben inzwischen das Jahreshoch aus dem April überstiegen. Zwischen 1,71 Euro und 1,96 Euro kostet der Liter Heizöl in Heilbronn-Franken laut dem Portal esyoil. Demnach ist das Heizöl in Baden-Württemberg am zweitgünstigsten. Weniger zahlt man nur in Niedersachsen. Beim Portal HeizOel24 liegt Baden-Württemberg auf Platz Eins - hinter Bayern und Hamburg (alle Daten Stand: 23. September 2026). Hiesige Händler raten jedenfalls, sich schon Gedanken zu machen und - wenn nötig - zu kaufen. Denn der Winter steht vor der Tür und die Wartezeiten werden nicht kürzer.
Mineralölhändler aus der Region rät dazu, Preise zu beobachten
Auch wenn die Heizöl-Preise aktuell hoch sind - Michael Wacker vom Heilbronner Mineralölhändler Domesle warnt davor, zu lange mit dem Kauf zu warten. Der Preis für Heizöl ändere sich immer wieder, teilweise gebe es auch innerhalb eines Tages größere Preissprünge, sagt er. Vorhersagen über die Preisentwicklung könnten derzeit kaum gemacht werden. Diejenigen, die im Moment für länger als ein halbes Jahr Vorräte haben, sollen abwarten und die Preise regelmäßig beobachten, rät er. Jenen mit weniger Vorräten empfiehlt er, zunächst kleine Mengen zu kaufen, zum Beispiel 1.000 bis 1.500 Liter. Aktuell betragen die Lieferzeiten zwischen zwei und drei Wochen. Zum Winter hin rechne er jedoch mit längeren Wartezeiten, so Wacker weiter.
Ölpreis auf dem Weltmarkt hoch Fakeshops, Preise, Zeitpunkt: Was Heizöl-Kunden jetzt wissen sollten
Der Ölpreis ist momentan sehr hoch. Die Verbraucher sind verunsichert. Lohnt es sich jetzt, Heizöl zu bestellen? Und wenn ja - wieviel? Wie seriös sind günstige Anbieter?
Preise sind gerade unberechenbar
Nicht nur Wacker, auch Tom Streckert, Geschäftsführer von EDi Energie-Direkt Hohenlohe, rät Kundinnen und Kunden, jetzt zu kaufen, auch wenn es schmerzt: Der Markt sei gerade unberechenbar. Wer warte, müsse auch mit dem Risiko leben, dass später zu viele Haushalte gleichzeitig beliefert werden wollten.
Keiner kann uns voraussagen, wie der Winter wird.
Auch Preise zu vergleichen, helfe natürlich, die billigsten Angebote zu finden. Zu warten, ist laut Streckert und Wacker keine sinnvolle Lösung, sondern vor allem unsicher:
Diese Amazon-Mentalität 'Heute bestell ich, morgen ist es da' - das funktioniert mit meinem Kugelschreiber, aber Heizöl ist dann doch etwas komplexer.
Darum sind die Heizöl-Preise so teuer
Die hohen Preise aktuell sind spürbar, sagt Streckert, gerade bestelle einfach niemand. Zuletzt haben vor allem internationale Krisen wie der Nahostkonflikt den Preis in die Höhe getrieben. Die für Öl-Lieferungen wichtigen Seewege sind größtenteils blockiert. Dazu kommt laut Streckert auch der Krieg in der Ukraine, was den Preis weiter in die Höhe treibt.