Im Beisein von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) ist in Heilbronn am Dienstagmittag der Spatenstich für den Innovationspark für Künstliche Intelligenz (IPAI Campus) gewesen. Merz sagte im Vorfeld, dies sei ein Vorhaben, das "nicht nur für Baden-Württemberg und Deutschland, sondern möglicherweise auch für Europa Bedeutung haben wird". Auf einer Fläche von umgerechnet etwa 42 Fußballfeldern soll in den kommenden Jahren im Heilbronner Stadtteil Neckargartach ein kreisrunder KI-CAMPUS entstehen.
Innovationspark in Heilbronn mit viel Zugkraft
In seiner Rede vor Ort stufte Kanzler Merz den IPAI als Bekenntnis zum Innovationsstandort Deutschland ein. Es sei eine "großartige Wette auf das Potenzial unseres Landes", zu dem KI-Standort in Europa zu werden. Laut Merz sieht man jetzt bereits die enorme Zugkraft des Projekts in Heilbronn. Viele Unternehmen bauen in der Nähe Standorte auf.
Wir werden alle mit großer Neugier und Spannung verfolgen, was von diesem Standort aus in den nächsten Jahren möglich wird an Innovation, an Spitzenforschung und an Erfolgsmodellen für die Transformation.
KI als "Betriebssystem der Wirtschaft"
Für Ministerpräsident Winfried Kretschmann zeige man in Heilbronn, "wie Zukunft gemacht wird". Er geht davon aus, dass KI zum Betriebssystem der Wirtschaft wird. Sie würde jeden Bereich durchdringen. Der Dieter-Schwarz-Stiftung und der Schwarz Gruppe dankte er für "herausragendes Mäzenatentum".
Beim IPAI-Projekt schießt das Land Baden-Württemberg gut 50 Millionen Euro als Anschubfinanzierung zu, die Dieter-Schwarz-Stiftung gibt weitere 50 Millionen Euro. Den Großteil der Investitionen wird die Schwarz-Gruppe stemmen. Zahlen werden öffentlich nicht genannt. Nach SWR-Informationen aus gut informierten Kreisen dürften die Baukosten für den kompletten IPAI CAMPUS aber vermutlich bei um die drei Milliarden Euro liegen.
Neben Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU), Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) und Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) waren beim Spatenstich auch viele Vertreterinnen und Vertreter von Firmen und Institutionen dabei, die Mitgliedsunternehmen im IPAI sind. Dazu zählen unter anderem Audi, SAP, Recaro, Würth sowie der VfB Stuttgart. Insgesamt sind es über 80 Mitgliedsunternehmen.
IPAI wird Arbeitsplatz für tausende Menschen
Entstehen soll ein Standort, an dem mehr als 5.000 Menschen an der Entwicklung und Anwendung Künstlicher Intelligenz arbeiten. Bis Ende 2027 sollen erste Gebäude stehen. Ein Jahr später könnten dann die ersten Menschen dort arbeiten.