Ein eskalierter Streit am Hauptbahnhof Bad Friedrichshall-Jagstfeld (Kreis Heilbronn) hätte beinahe schwerwiegende Folgen gehabt. Einen Tag vor Silvester wurde ein 18-Jähriger nach Polizeiangaben ins Gleisbett gestoßen, während sich eine Stadtbahn näherte.
Nach Streit am Bahnsteig ins Gleisbett gestoßen
Auslöser war offenbar eine zunächst verbale Auseinandersetzung am Bahnsteig zwischen zwei Männern im Alter von 49 und 38 Jahren sowie einem 18-Jährigen und dessen 17-jähriger Begleiterin. Im Verlauf des Streits soll der 49-Jährige den jungen Mann geschlagen und anschließend ins Gleisbett gestoßen haben. Zeitgleich soll sein 38-jähriger Begleiter die 17-Jährige angegriffen haben.
Zug konnte rechtzeitig bremsen
Ein herannahender Stadtbahnfahrer erkannte die Situation rechtzeitig und hielt den Zug an, noch bevor eine Notbremsung nötig wurde. Dadurch konnte ein schwerer Unfall verhindert werden, so die Polizei. Der 18-Jährige und seine Begleiterin erlitten leichte Verletzungen.
Am Hauptbahnhof in Bad Friedrichshall-Jagstfeld kam es bereits zu mehreren gewaltsamen Vorfällen. So wurde 2024 ein Mann von einem Unbekannten angegriffen und verletzt.
Beziehungsstreit eskaliert Bad Friedrichshall: Mann schlägt Frau und will sie ins Gleisbett ziehen
Am Bahnhof Bad Friedrichshall ist ein Beziehungsstreit eskaliert. Ein Zug musste deshalb eine Notbremsung einlegen, die Frau wurde dabei leicht verletzt.
Haftbefehl wegen Verdacht auf Totschlag
Die Polizei nahm die beiden Tatverdächtigen noch vor Ort fest. Gegen den 49-Jährigen erließ das Amtsgericht Heilbronn Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Der 38-Jährige kam unter Auflagen wieder frei.
Die Kriminalpolizei bittet weitere Zeugen des Vorfalls, sich zu melden. Die Ermittlungen dauern an.