In Obersulm-Affaltrach (Kreis Heilbronn) hat ein Tumult mit mehreren Menschen einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Ursache war laut Polizei ein Streit am Samstagabend zwischen einem Mann und der Bademeisterin. Der 47-Jährige wurde letztlich festgenommen. Zunächst hieß es von der Polizei, dass das neue Rauchverbot Ursache für den Streit war. Dies dementierten die Ermittler am Dienstag.
Zwei Männer werden im Freibad festgenommen
Die Ermittlungen der Polizei ergaben inzwischen, dass es keinen Verstoß gegen die Freibadordnung und das Rauchverbot gab. Zuerst hieß es, ein 47-Jähriger hätte trotz des Verbots nicht mit dem Rauchen aufhören wollen. Deshalb sollte er des Freibades verwiesen werden. Was den Streit tatsächlich ausgelöst hatte, wird nun geprüft.
Fakt ist, dass es im Anschluss zu einem Handgemenge zwischen mehreren Menschen und der alarmierten Polizei kam. Dabei wurden eine Frau und eine Polizistin leicht verletzt. Zwei Männer wurden nach dem Streit vorläufig festgenommen. Zum einen der Mann, der den Tumult mutmaßlich auslöste. Zum anderen ein 24-Jähriger, der trotz Warnung immer wieder auf die Einsatzkräfte zuging. Die beiden wurden inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt.
Nach Auseinandersetzung im Freibad Obersulm: Stadt prüft Konsequenzen
Die Gemeinde Obersulm will den Vorfall jetzt aufarbeiten. Man habe schon intern gesprochen, es werden weitere Gespräche folgen, heißt es vom zuständigen Mitarbeiter. Die Verwaltung werde voraussichtlich auch Konsequenzen ziehen. Welche genau, sei noch nicht klar. Der Betrieb im Freibad laufe aber erstmal normal weiter.
Ein so großer Polizeieinsatz sei zwar außergewöhnlich, Auseinandersetzungen gebe in Freibädern aber immer wieder, betont der Mitarbeiter der Gemeinde Obersulm. Erst im vergangenen Sommer gab es im Heilbronner Freibad Neckargartach eine Schlägerei. Kurz vorher kam es zu Tumulten im Freibad in Satteldorf (Kreis Schwäbisch Hall): Nach einem Einlassstopp versuchten die Menschen, über den Zaun zu klettern. Die Stadt musste daraufhin Stacheldraht an die Zäune anbringen und einen Sicherheitsdienst engagieren.