Eine der größten Anlagen bundesweit

Schwäbisch Hall bekommt Solarthermie-Anlage

Eine riesige Solarthermie-Anlage soll in Schwäbisch Hall die Wärmewende voranbringen. Durch Solarmodule soll Wasser für das Fernwärmenetz erhitzt werden.

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Stand

Der Gemeinderat Schwäbisch Hall hat am Mittwoch dem Antrag der Stadtwerke, eine Solarthermie-Anlage bauen zu wollen, stattgegeben. Damit steht dem Bauvorhaben einer der bundesweit größten Anlage nichts mehr im Weg.

Auf einer Fläche von etwa 15 Fußballfeldern sollen Solarkollektoren Wasser für das Haller Fernwärmenetz erhitzen. Die Stadtwerke rechnen mit Kosten von rund 25 Millionen Euro im ersten Schritt. Bislang decke man bereits 40 Prozent des Wärmebedarfs in Hall ab, so ein Sprecher. Das geschehe zu 40 Prozent mit Erdgas. Der Erdgas-Anteil solle in Zukunft weiter schrumpfen.

Ortschaftsrat kritisiert hohen Flächenverbrauch

Der Ortschaftsrat des Haller Teilortes Tüngental, auf dessen Gemarkung die Anlage entstehen soll, hatte sich gegen das Projekt ausgesprochen. Der Flächenverbrauch sei zu hoch, so die Kritik. Außerdem bräuchten die Räte mehr Zeit, sich auf das Thema einzustellen. Sie hätten nur wenige Tage vorher von dem Plan erfahren. Der Gemeinderat stimmte dem Bauantrag der Stadtwerke trotzdem zu.

Anderes als bei der Photovoltaik wird bei der Solarthermie kein Strom erzeugt, sondern Wasser erhitzt. Aus Sicht der Stadtwerke ein guter Weg, um die Wärmewende in Schwäbisch Hall voranzubringen.

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