Mehr als nur Schrott: PreZero und BMW wollen Altfahrzeuge künftig gemeinsam verwerten. Die Abfallsparte der Schwarz Gruppe aus Neckarsulm (Kreis Heilbronn) und der Autobauer haben eine Kooperation vereinbart. Alte Autos sollen so zur Rohstoffquelle werden. Im Fokus stehen dabei weniger Abfall und mehr Recycling - vor allem aber wertvolle Materialien, die unabhängiger von internationalen Lieferketten machen könnten.
Auto-Recycling der neuen Generation? Altfahrzeuge als Rohstofflager
Der Plan: Bauteile sollen durch Wiederverwertung zunächst so lange wie möglich im Umlauf bleiben. Erst danach sollen neue Verwertungsprozesse dafür sorgen, dass mehr hochwertige Recyclingmaterialien und Rohstoffe zurückgewonnen werden.
Im Zentrum steht dabei nicht nur der Umweltgedanke. Die eigentliche Stoßrichtung ist wirtschaftlich: Vor allem geht es um Rohstoffe, die in Fahrzeugen stecken - von Metallen bis zu Komponenten aus der Batterie- und Elektronikproduktion. Wer sie aus Altfahrzeugen zurückgewinnt, kann sich unabhängiger machen von internationalen Lieferketten und schwankenden Weltmärkten, heißt es.
PreZero - mit mittlerweile rund 30.000 Beschäftigten - soll demnach Know-how zu europäischen Stoffströmen, Sortiertechnologien und Batterie-Recycling beisteuern. Das Projekt sei langfristig angelegt, die gemeinsame Arbeit starte sofort.