Im Fall des Schwertransports auf dem Parkplatz Reußenberg bei Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall) steht inzwischen fest: Für die Fahrt durch Deutschland lag keine Genehmigung vor.
Das hat die Autobahngesellschaft auf SWR-Anfrage bestätigt. Demnach wurde für den Transport der großen Aluminiumpresse von Rumänien nach Frankreich nie ein entsprechender Antrag gestellt.
Damit widerspricht die aktuelle Einschätzung klar früheren Darstellungen aus dem Umfeld des Transports, wonach eine Genehmigung vorgelegen haben soll.
Autobahn war neun Stunden gesperrt: Schwertransport fährt rückwärts auf der Autobahn
Bekannt geworden war der Fall am Montag: Der Sattelzug blieb auf der A6 zwischen Crailsheim und Wolpertshausen (Kreis Schwäbisch Hall) vor einer Brücke stecken. Mit einer Gesamthöhe von rund 4,70 Metern passte die Ladung nicht hindurch.
Die Folge: Die Autobahn musste über Stunden voll gesperrt werden. Unter Polizeibegleitung fuhr der Transport mehrere Kilometer rückwärts bis zum Parkplatz Reußenberg – ein ungewöhnlicher und aufwendiger Einsatz. Die Autobahn war neun Stunden lang gesperrt. Seitdem steht der Schwertransport auf dem Parkplatz.
Schwertransport soll abtransportiert werden
Wie es jetzt weitergeht, ist noch nicht vollständig geklärt. Klar ist aber: Ohne Genehmigung darf der Transport seine Fahrt nicht fortsetzen. Nach Angaben der Autobahngesellschaft wird derzeit ein Abtransport vorbereitet.
Offen bleibt, wie lange der Sattelzug noch auf dem Parkplatz stehen wird und welche Route künftig möglich ist. Für Schwertransporte müssen zahlreiche Behörden entlang der Strecke zustimmen.