Die Polizei Heilbronn setzt bei sogenannten Rasern und Posern weiterhin auf eine Null-Toleranz-Strategie. In den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag waren die Beamten erneut lange auf den Straßen Heilbronns unterwegs. Am Samstag konnten die Bürgerinnen und Bürger die Einsätze im WhatsApp-Kanal des Präsidiums mitverfolgen. In einem Fall mussten die Beamten ein illegales Straßenrennen stoppen.
Null-Toleranz-Strategie: Zwei Nächte - über 60 Verstöße
Mit dem Kompetenzteam Raser und Poser hat die Polizei Heilbronn eine eigene Stelle geschaffen, die sich nur um die Problematiken dieser Szene kümmert. Im Jahr 2025 konnten so mehr als 4.280 Fahrzeuge kontrolliert und über 1.500 Verstöße angezeigt werden. Dieser Kontrolldruck soll aufrechterhalten werden, hieß es.
Das zeigte sich direkt am Wochenende. Am Freitag kamen die Einsatzkräfte auf 51 Verstöße. Darunter elf Autos, die über rot gefahren waren, weitere elf, die zu schnell waren und vier Fahrzeuge durften wegen unerlaubter technischer Veränderungen nicht weiterfahren.
Leider musste auch wieder ein illegales Straßenrennen zur Anzeige gebracht werden.
Polizei nimmt Bevölkerung per WhatsApp mit auf Kontrolltour
Dort konnten die Bürgerinnen und Bürger auch gleich die nächste Kontrolle in der Nacht auf Sonntag verfolgen. Im Stundentakt wurden Fotos der Kontrollen mit Infos zu den Verstößen geteilt: "80 bei 30 in der #Fügerstraße und Rotlicht in der Weippertstraße missachtet. nichtmituns [sic]", steht unter einem dieser Fotos. Die erste Bilanz von 2:00 Uhr: 22 Verstöße - von zu schnellem Fahren über Handy am Steuer bis hin zu abermals missachteten roten Ampeln. Weitere Details will die Polizei am Montag veröffentlichen.
Zur Strategie gehört auch das Beschlagnahmen von Fahrzeugen, die immer wieder negativ auffallen. So wurde erst vergangene Woche das Auto eines Fahranfängers in Niederstetten (Main-Tauber-Kreis) beschlagnahmt.
Innenministerium lobt Heilbronner Polizeiarbeit
Am Sonntagnachmittag äußerte sich auch Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) lobend zu den verstärkten Kontrollen. "Gut so: [...] Poser und Raser belästigen, gefährden und schädigen im schlimmsten Fall andere [...]. Mit den Kontrollen am Wochenende setzen wir ein deutliches Signal und zeigen: Ein solches Verhalten wird nicht toleriert, sondern konsequent sanktioniert", zitiert das Innenministerium den Minister.