BUND fordert Baustopp der Stromtrasse

Umweltschäden durch Bohrschlamm bei SuedLink? Landratsamt sieht keine Gefahr

Mitte Februar gab es bereits einen Bohrstopp: Das Landratsamt Heilbronn sieht keine Gefahr für Umweltschäden durch Bohrungen bei SuedLink. Der BUND fordert dagegen einen Baustopp.

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Von Autor/in Peter Wedig

Das Landratsamt Heilbronn geht nicht von Umweltschäden durch Bohrungen für die Stromtrasse SuedLink aus. Diese befürchtet dagegen die Umweltorganisation BUND und fordert deswegen einen kompletten Baustopp. Konkret geht es um die Spülbohrungen, die nötig sind, um Kabel unterirdisch unter Flüssen und Straßen zu verlegen. Dabei soll unkontrolliert Bohrschlamm ausgetreten sein, so der Vorwurf des BUND. Die Umweltorganisation will die Fälle dokumentiert haben.

TransnetBW und Landratsamt Heilbronn beschwichtigen

Neben der Bauherrin TransnetBW beschwichtigt inzwischen auch das Landratsamt Heilbronn. Man sei in enger Absprache und es gebe auch ein Havariekonzept für solche sogenannten "Blowouts". Diese könnten vor allem in klüftigem Boden auftreten. Man gehe aber davon aus, dass es sich dabei nur um Wassertrübungen und Ablagerungen von feinem Sediment handle. "Negative Auswirkungen auf die Jagst sind nach aktuellem Kenntnisstand nicht zu erwarten", so das Landratsamt.

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Bohrschlamm ausgetreten: Bohrstopp im Februar bei Möckmühl

Denn dort hatte es einen großflächigen Austritt von Bohrschlamm Mitte Februar bei Möckmühl (Kreis Heilbronn) gegeben, berichtet das Landratsamt. Hier sei man auch sofort tätig geworden und hätte die Bohrungen gestoppt, der Bohrschlamm wurde abgepumpt. Es gebe "keine weiteren Besorgnisse" in Sachen Natur- und Gewässerschutz.

Laut BUND sei das bei den Spülbohrungen eingesetzte Bentonit schädlich für die Umwelt. Auch hier sind Landratsamt und TransnetBW anderer Ansicht: So sei Bentonit ein natürliches Tonmineral. Bei den Spülbohrungen werde laut TransnetBW zu 95 Prozent Wasser eingesetzt.

Dem BUND war der Bohrstopp Mitte Februar auf SWR-Nachfrage nicht bekannt. Im Mai sei immer noch ein Austritt an Bohrschlamm zu sehen gewesen, heißt es. Nach wie vor sei auch unklar, wieviel an Bohrschlamm noch in dem Hang an der Jagst enthalten sei und von dort möglicherweise in den Fluss gelangen könnte.

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