Nach einer Verfolgungsjagd in Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis) am 18. April hat die Staatsanwaltschaft Mosbach (Neckar-Odenwald-Kreis) jetzt ein Ermittlungsverfahren gegen einen stadtbekannten Unternehmer eingeleitet. Der Mann soll mit rund 100 Stundenkilometern durch die Stadt gerast sein und war der Polizei noch innerhalb der Stadt entwischt.
Unternehmer soll sich Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert haben
Ermittelt wird wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, teilte die Staatsanwaltschaft auf SWR-Anfrage mit. Das Fahrzeug, ein Elektro-Porsche, sei aber nicht beschlagnahmt worden. Hintergrund seien Eigentumsverhältnisse, mehr wollte die Sprecherin nicht sagen. Inzwischen hätten sich zum Vorfall auch Zeugen gemeldet. Dem Unternehmer wird vorgeworfen, vor einer Polizeikontrolle nach einem Fußballspiel geflüchtet zu sein. Unter anderem soll er zwei rote Ampeln überfahren, am Ortsausgang auf über 100 Kilometern pro Stunden beschleunigt und riskant überholt haben.
Porschefahrer galt kurzzeitig als untergetaucht
Der 46-Jährige war zunächst abgetaucht, inzwischen ist sein Aufenthaltsort bekannt. Verbotene Kraftfahrzeugrennen können mit einer Geldstrafe bis hin zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren geahndet werden.