"Ein Wust von Anträgen"

Weisser Ring: Opfer von Straftaten mit Bürokratie überfordert

Der Weisse Ring Heilbronn fordert, es Opfern von Straftaten leichter zu machen, an Hilfe zu kommen. Viele seien mit dem "Wust von Anträgen" überfordert.

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Opfer von Straften müssen beim Stellen von Anträgen besser unterstützt werden. Das müsse auch angesichts knapper öffentlicher Kassen möglich sein, fordert Dieter Ackermann vom Weissen Ring in Heilbronn. Denn es gibt eine ganze Reihe von Ansprüchen und Möglichkeiten für Opfer, Hilfe zu bekommen. Unter anderem auch finanzielle Unterstützung. Doch diese bei den vielen verschiedenen Stellen zu beantragen, überfordere viele Opfer.

Eine Forderung, die auch andere Beratungsstellen für Opfer teilen, unterstreicht Ackermann. Das Bundesministerium für Justiz hat zwar eine Opferschutzplattform entwickelt, doch diese kann menschliche Beratung nicht ersetzen.

Weisser Ring sucht Nachwuchs für das Ehrenamt

Wie andere Vereine auch kämpft der Weisse Ring in Heilbronn mit Nachwuchssorgen. Insbesondere die Gruppe der 30- bis 60-Jährigen ist wenig bis kaum vertreten. Dies ist auch dem Umstand geschuldet, dass dieses Ehrenamt relativ viel Zeit in Anspruch nehme, so Ackermann. Doch der Nachwuchs sei wichtig, auch um die bereits Aktiven zu entlasten.

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