Im Heilbronner Stadtgebiet hat die illegale Müllentsorgung in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Insbesondere werden an Standorten von Glas- oder Kleidercontainern sowie in Parks, im Wald und an Straßen Müll abgelegt. Die Stadt hat deshalb das Sozialunternehmen Aufbaugilde beauftragt, den Müll zu entsorgen. Bis zu 60 Containerstandorte fahren die Mitarbeitenden des Unternehmens täglich an, um den illegalen Müll einzusammeln.
Immer mehr wilder Müll in Heilbronn: Über 200 Tonnen in einem Jahr
Die Aufbaugilde fährt auch die Standorte ab, die von Bürgerinnen und Bürgern gemeldet werden. Das geht beispielsweise unter heilbronn.mängelmelder.de. Allein im vergangenen Jahr wurden im Auftrag der Stadt weit über 200 Tonnen sogenannter wilder Müll eingesammelt. Zwei Jahre zuvor sind es noch deutlich unter 200 Tonnen gewesen.
Laut Oliver Krill, Geschäftsbereichsleiter bei der Aufbaugilde, machen es sich viele Bürgerinnen und Bürger zu einfach und liefern alles an einer Stelle ab. So würde das Müll-Problem dann anderen überlassen werden. Zu dem Müll gehören unter anderem Essensreste, Möbel, Matratzen, Hausrat und auch Reifen.
Die Leute werden zum einen immer bequemer und gleichzeitig werden die Müllgebühren immer höher.
Hohe Strafen für Sünder und hohe Kosten für Stadt
Letztlich muss sich die Stadt Heilbronn um die Entsorgung kümmern. Die Beseitigung von wild abgeladenem Müll kostet sie jährlich rund 150.000 Euro. Die Einsätze verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet, ein Schwerpunkt sei aber der Stadtteil Böckingen, so Krill weiter.
Teuer wird es auch für Sünderinnen und Sünder. Das Wegwerfen von Kleinstabfällen wie Kaugummi, Blechdosen oder Zigarettenkippen hat in Heilbronn ein Bußgeld von 70 Euro zur Folge. Das Liegenlassen von Hundekot wird mit 140 Euro geahndet. Bei illegalen Müllablagerungen hängt die Höhe des Bußgeldes von Art und Umfang der Ablagerungen ab und kann deutlich darüber liegen.