Gerade zu Semesterbeginn knapp

Studentenflut und kaum Wohnungen: Heilbronn will Abhilfe schaffen

Zum Semesterstart ist bezahlbarer Wohnraum für Studierende in so einigen Städten knapp. Mit preiswerten Lösungen will Heilbronn jetzt dagegen vorgehen.

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Von Autor/in Leonie Huber

Die Stadtsiedlung Heilbronn will bis 2030 für mehr bezahlbaren Wohnraum sorgen, der unter anderem den Studierenden zugutekommt. Im Neubau sollen über 50 Prozent geförderte Wohnungen entstehen, insgesamt spricht das städtische Bauunternehmen von 390 neuen Wohnungen. Besonders wichtig sei die Schaffung von Wohnraum zu fairen Bedingungen und für Menschen mit kleinem bis mittleren Einkommen, so die Stadtsiedlung.

Zu viele Studierende für zu wenig Wohnraum 

Eine passende und vor allem bezahlbare Wohnung zu finden, wird vor allem für Studierende immer schwieriger. Das zeigt eine Meinungsumfrage des SWR unter einigen Studentinnen und Studenten auf dem Campus der Hochschule Heilbronn: Lange Wartelisten bei Wohnheimen von bis zu zwei Semestern und zu hohe Mietpreise erschweren die Wohnungssuche.  

Hinzu kommt, dass Heilbronn als Universitätsstadt immer beliebter wird. Vor kurzem erst haben rund 800 Erstsemester ihr Studium zum Sommersemester an der Hochschule Heilbronn (HHN) aufgenommen, davon knapp 200 an den Standorten Künzelsau (Hohenlohekreis) und Schwäbisch Hall. Nach Angaben der Hochschule dürfte sich dieser Trend in den kommenden Jahren fortsetzen. Bereits jetzt rechnet sie in vielen Studiengängen mit einer weiter steigenden Nachfrage. 

Heilbronn wächst als Wissens- und Wirtschaftsstandort 

Dominik Buchta, Geschäftsführer der Stadtsiedlung Heilbronn, sieht in den Planungen einen wichtigen Baustein für die weitere Entwicklung Heilbronns hin zu einem Wissens- und Wirtschaftsstandort, sagt er im SWR-Gespräch. Und auch im Rathaus geht man davon aus, dass der Bedarf wachsen wird - deswegen wolle man frühzeitig für mehr Wohnraum sorgen, so Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD).

Dafür setzen sich die Stadt und das Wohnungsbauunternehmen Stadtsiedlung Heilbronn jetzt schon aktiv ein. Schon in diesem Jahr sollen knapp 60 Wohnungen in den drei neuen Mehrfamilienhäusern "Stadtbaustein" fertiggestellt werden. 

Hochschulstandorte unterschiedlich stark betroffen

Der Blick auf andere Universitätsstandorte in Baden-Württemberg zeigt ein gemischtes Bild. In Stuttgart-Hohenheim gibt es seit Anfang März einen Bewerbungsstopp für Wohnheimplätze, freie Zimmer stehen dort nicht mehr zur Verfügung. 49 Studierende auf der Warteliste mussten bereits eine Absage für das Sommersemester erhalten. In Tübingen dagegen sind aktuell noch rund 92 Wohnheimzimmer frei.

Besonders angespannt ist die Situation in Karlsruhe: Dort stehen nach Angaben des Studierendenwerks derzeit 1.491 Personen auf der Warteliste für Wohnheimplätze. Einige Wartende hätten zwar bereits Angebote erhalten, diese aber teilweise nicht angenommen oder sich bereits für ein späteres Semester beworben.

Bei der Hochschule Heilbronn macht es ebenfalls einen großen Unterschied, in welcher Stadt der eigene Studiengang angeboten wird: Am Standort Schwäbisch Hall der HHN gibt es im Wohnheim "i Live" aktuell noch freie Appartements zum Sommersemester. Am Standort Künzelsau ist zusätzlicher Wohnraum bereits im Bau: Dort entsteht derzeit ein neues Wohnheim, das voraussichtlich bis Ende 2026 fertiggestellt werden soll.

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