Das Internet-Unternehmen IONOS aus Montabaur (Westerwaldkreis) und der Stuttgarter Photonik-Spezialist Q.ANT haben eine strategische Partnerschaft vereinbart. Das gaben beide Firmen am Rande der Digitalkonferenz re:publica in Berlin bekannt.
Die Zusammenarbeit soll dazu beitragen, Europa im Bereich Künstliche Intelligenz souveräner zu machen. Und das in einer Zeit, in der KI-Infrastruktur zunehmend von außereuropäischen Konzernen dominiert werde, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung.
Strategische Zusammenarbeit bei KI und Cloud-Lösungen
IONOS bietet neben klassischen Internetleistungen eigenen Angaben zufolge auch zunehmend Cloud-Lösungen für Unternehmen an, bei denen die Daten in Europa bleiben. Q.ANT arbeitet demnach an Prozessoren, die Licht statt klassischer Elektronik nutzen und damit in Zukunft schneller und energiesparender sein können als herkömmliche Computerchips. Mit diesen Prozessoren könne eine gesamte Wertschöpfungskette in Europa aufgebaut werden, erklärten beide Partner heute.
Durch die Kooperation mit IONOS gehen wir nun einen entscheidenden Schritt in Richtung Kommerzialisierung und Industrialisierung unserer Technologie - und haben in IONOS dafür den idealen Partner gefunden.
Einsatz der Chips in kommerziellen Rechenzentren
Die Zusammenarbeit mit IONOS soll es Q.ANT ermöglichen, die neuen Chips zum ersten Mal auch in kommerziellen Rechenzentren einzusetzen, nicht nur in der Forschung. IONOS nutzt 32 Rechenzentren in verschiedenen Ländern, und betreibt zehn davon selbst.
Im Sommer wollen beide Unternehmen erste gemeinsame Lösungen vorstellen, etwa für KI- oder sogenannte HPC-Anwendungen in der Cloud. Also besonders rechenintensive Anwendungen wie zum Beispiel Wetter- oder Klimamodelle oder die Simulation von Aerodynamik beim Flugzeugbau.