Und das ganze Dorf hilft mit

Statt Berlin tiefster Schwarzwald: Enzklösterle dient als Kinokulisse

Ein Austauschschüler aus den USA will nach Berlin, landet aber im Schwarzwald: Der Film "Don't be a Stranger" wurde monatelang im kleinen Dorf Enzklösterle vorbereitet und gefilmt.

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Von Autor/in Fabiola Germer

Ein badischer Cowboy, der in der Schwarzwaldwildnis seine eigenen Vorstellungen von Amerika und Freiheit auslebt. So fasst Regisseur Robert Thalheim seinen Film "Don't be a Stranger" zusammen. Im kleinen Dorf Enzklösterle (Kreis Calw) hat er dafür die perfekte US-amerikanisch angehauchte Kulisse gefunden. Seit Monaten finden dort aufwendige Dreharbeiten statt. Verschiedene Orte der knapp 1.200 Einwohner großen Gemeinde dienten als Kulisse für den Film. Nun sind die Dreharbeiten beendet.

Worum gehts im Western "Don't be a Stranger"?

Der Film "Don't be a Stranger" erzählt vom 17-jährigen Amerikaner Charles, der auf Wunsch seiner beiden Mütter einen Austausch bei einer Musikerfamilie in Berlin machen soll. Er landet aber stattdessen im tiefsten Schwarzwald bei Western-Fan "Fränk". Dort betreibt er eine Rinder-Farm, wo er seinen ganz eigenen Traum von Freiheit und Abenteuer lebt. Der junge Charles wird mit einem Amerika-Bild konfrontiert, das ihm zutiefst fremd ist, und möchte nur eins: weg!

Dreharbeiten in Enzklösterle zu einem Kinofilm
Dreharbeiten mitten im Dorf: Das Filmteam hat mehrere Monate in Enzklösterle gelebt und gearbeitet.

Seit dem vergangenen Herbst wurde an verschiedenen Orten in und um Enzklösterle für den Kinofilm gedreht. Zum Beispiel in einer Tankstelle am Rande von Bad Wildbad, im Hotel Schwarzwaldhof direkt in Enzklösterle und in einem verlassenen Forsthaus, tief im Wald. Regisseur Robert Thalheim, der auch schon für den Tatort im Schwarzwald gedreht hatte, kannte die Gegend schon ein bisschen. Dadurch konnte der Berliner schon erste Eindrücke der Szenerie sammeln. Die Entscheidung für den Nordschwarzwald als Spielort für einen Western fiel ihm ziemlich leicht.

Im Schwarzwald gibt es eine Wildnis, die mich manchmal an Kanada oder Montana erinnert.

"Ich bin eigentlich aus Berlin, kenne mich gar nicht aus, aber ich habe schon mehrere Schwarzwald-Tatorte gedreht. Und da habe ich hier diese Gegend eigentlich so total lieben und schätzen gelernt", sagt Thalheim. Im Schwarzwald gebe es eine Wildnis, die ihn manchmal an Kanada oder Montana erinnere. Riesige Waldgebiete mit abgelegenen Orten, wie er es beschreibt. Perfekt für seine Geschichte über einen badischen Cowboy.

Regisseur des Kinofilms: "Wir wurden von den Menschen wunderbar aufgenommen"

Mehrere Monate haben sie in Enzklösterle verbracht. Teile des Teams waren in Hotels im Ort untergebracht. Eines davon wurde auch als Filmkulisse genutzt, eine Tankstelle im Nachbarort Bad Wildbad war Teil des Sets und die Sporthalle im Ort war so was wie ein Rückzugsort für die Mitarbeiter. Die Reaktionen auf die Dreharbeiten im Ort seien "überwältigend" gewesen, erzählt der Regisseur. "Wir sind so herzlich aufgenommen worden [...] das ganze Dorf hat eigentlich mitgeholfen und uns unterstützt."

Dreharbeiten in Enzklösterle: Für manche Szenen mussten sogar Straßen gesperrt werden.
Kuh-Damen Elsa soll für die Kameras posieren. Ihre Lust hält sich in Grenzen.

Hinzu kam, dass Menschen im Ort auch mal kurzerhand mit ihren Tieren aushalfen. "Dieser Fränk ist ja Rinderbauer und deswegen braucht man ja auch diese Rinder. Das sind die Heckrinder von der Schwarzwaldhochstraße." Ein anderer Landwirt habe mal eben ein frisch geborenes Kalb zur Verfügung gestellt und seine Hühner auf den Hof gestellt. Und der Besitzer der Tankstelle habe das Produktionsteam mit Kontakten im ganzen Ort geholfen. "Also das war wirklich sensationell", sagt Thalheim.

Hotel in Enzklösterle im Schwarzwald als Kino-Kulisse

Auf der Hotelterrasse von Stefan Hamann standen zahlreiche große Lichter, Kabel lagen auf dem Boden. Er durfte nicht nur die Teammitglieder beherbergen, sondern auch sein Hotel als Drehkulisse zur Verfügung stellen. Schon am Abend vor dem Dreh war er aufgeregt. "Das Schönste an dem Ganzen war gestern Abend das Lampenfieber. Da ging es dann los."

Dreharbeiten in Enzklösterle zum Kinofilm "Don't be a Stranger": Das Hotel Schwarzwaldhof diente auch als Filmkulisse.
Das Hotel Schwarzwaldhof von Stefan Hamann dient als Kulisse im Kinofilm "Don't be a Stranger"

Er sei sehr stolz gewesen, als Hotelier ausgewählt worden zu sein. "Ich bin froh, dass wir die ganze Truppe begleiten durften, auch über mehrere Monate lang. Ich bin sehr stolz, dass sie sagen, ja, wir trauen uns das zu, mit ihnen zusammen einen Film zu drehen."

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Fabiola Germer
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