Nach einem tödlichen Unfall in Rastatt hat die Staatsanwaltschaft Baden-Baden das Ermittlungsverfahren gegen den mutmaßlichen Verursacher eingestellt. Ihm drohen wegen einer psychischen Erkrankung keine strafrechtlichen Folgen. Bei dem Frontalzusammenstoß im September 2024 war ein 61-Jähriger ums Leben gekommen.
Autofahrer psychisch erkrankt
Ein Sachverständiger stellte laut Staatsanwaltschaft fest, dass der damals 28-Jährige an einer paranoiden Schizophrenie leidet. Sein "Steuerungsvermögen" sei vermutlich aufgehoben gewesen. Er sei also nicht in der Lage gewesen, sein Handeln zu kontrollieren. Damit habe er ohne Schuld gehandelt. Der Sachverständige sieht auch keine Voraussetzungen dafür, dass der Mann in einer psychiatrischen Klinik untergebracht wird. Es könne zwar nicht ausgeschlossen werden, dass er aufgrund seiner Erkrankung erneut rechtswidrige Taten begehe. Die Wahrscheinlichkeit sei aber auch nicht so hoch, wie es für eine Unterbringung nötig wäre.
Eine weitere Person wurde schwer verletzt 61-jähriger Autofahrer stirbt bei Frontalzusammenstoß in Rastatt
Bei einem schweren Verkehrsunfall ist in Rastatt am Mittwochnachmittag ein 61-jähriger Autofahrer getötet worden. Eine weitere Person wurde schwer verletzt.
Tödlicher Unfall in Rastatt: mit hohem Tempo auf Gegenfahrbahn
Der damals 28-Jährige war den Ermittlungen zufolge mit hoher Geschwindigkeit bewusst auf die Gegenfahrbahn gefahren. Demnach gab er kontinuierlich Vollgas bis zu einer Geschwindigkeit von 175 bis 195 Stundenkilometern. Beim Zusammenstoß mit einem Auto wurde dessen 61-jähriger Fahrer tödlich verletzt. Der 28-Jährige wurde bei dem Unfall zwischen dem Mercedes-Benz-Werk Rastatt und der Bundesstraße 3 schwer verletzt und in eine Klinik geflogen.
Solch ein Ausgang eines Ermittlungsverfahrens sei schwer vermittelbar, räumte der Leitende Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Baden-Baden, Axel Isak, ein. Für eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung müsste die Gefahr bestehen, dass der Beschuldigte weitere derartige Straftaten begehe. Dafür gebe es laut Gutachten derzeit aber keine erhöhte Wahrscheinlichkeit. Der Mann sei derzeit "gut medikamentös eingestellt" so Isak.