Es ist eine der größten Baustellen in Karlsruhe der vergangenen Jahre, sagt die Stadt Karlsruhe. Mitten in der Stadt an der Kreuzung Kriegsstraße/Brauerstraße, startet ab dem 30. Juli eine Großbaustelle, die enorme Auswirkungen auf Anwohner und Verkehrsteilnehmer haben wird. Gebaut wird an einer der größten und wichtigsten Kreuzungen und Verkehrsachsen der Innenstadt.
Hier gibt es alle Infos zu den Baumaßnahmen und den Umleitungskonzepten, die nach Angaben der Stadt Karlsruhe ständig beobachtet und bei Bedarf flexibel angepasst werden.
Baustelle in Karlsruhe: Straßen, Radwege, Gleise werden erneuert
Für das Großprojekt arbeitet das städtische Tiefbauamt Seite an Seite mit den Stadtwerken und den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK). Ziel ist es, die Infrastruktur in dem Areal Kriegsstraße/Brauerstraße/Reinhold-Frank-Straße/Gartenstraße von Grund auf zu sanieren. Neben der Erneuerung von Straßen und Radwegen werden Gleise, Oberleitungen und Fußgängerüberwege erneuert sowie Gas-, Strom- und Wasserleitungen saniert und Hausanschlüsse verlegt.
Statt vieler Einzelbaustellen gibt es eine Dauerbaustelle. Das soll laut Stadt Zeit und Kosten sparen und die Auswirkungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich halten. Die Baumaßnahme mit einer Dauer von 1,5 Jahren soll Ende 2027 abgeschlossen sein.
Stadt Karlsruhe: "Einschränkungen für alle Betroffenen unvermeidbar"
Es werde sich nicht vermeiden lassen, dass es für alle Betroffenen in der Zeit der Baumaßnahme zu erheblichen Beeinträchtigungen kommen werde, so Baubürgermeister Daniel Fluhrer (parteilos). Doch die Erneuerung der Infrastruktur sei überfällig - auch weil die Kombilösung weitere Maßnahmen nach sich gezogen habe, die nun dringend notwendig seien.
Wir investieren in die Zukunft der Stadt Karlsruhe.
"Die Straße im Kreuzungsbereich Kriegsstraße/Brauerstraße/Reinhold-Frank-Straße löst sich auf", so Heike Weißer vom Tiefbauamt anlässlich der Vorstellung des Großprojekts. Weil es sich um einen der wichtigsten Verkehrsknoten in Karlsruhe handele, sei der Handlungsbedarf groß.
Umleitungen für Autofahrer durch Karlsruhe
Spannend dürfte werden, wie die Autofahrer während der Bauarbeiten ins Zentrum gelangen. Arbeitsagentur, Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) und Weinbrennerplatz liegen in der Nähe der Baustelle. Die Reinhold-Frank-Straße wird zur Einbahnstraße mit Fahrtrichtung Norden und auf der Kriegsstraße sowie Brauerstraße gibt es Einschränkungen bei den Fahrstreifen.
Das Umleitungskonzept für den Pkw-Verkehr ins Zentrum sieht großräumige Umfahrungen vor, die Südtangente gilt als Hauptverteiler. Wer ins Zentrum will, wird von Norden her Richtung Durlacher Tor umgeleitet, von Süden über das Bulacher Kreuz.
Die Stadt will sich bei den Umleitungen nicht festlegen, sondern flexibel reagieren. Nach den Staus bei der Kriegsstraßen-Sanierung im vergangenen Jahr wolle man zunächst abwarten, wie sich der Verkehr in den ersten Wochen entwickelt, so Bürgermeister Fluhrer.
Großbaustelle: Fahrradverkehr und Straßenbahnen werden umgeleitet
Auch im Straßenbahnverkehr gibt es Änderungen: Die Verkehrsbetriebe modernisieren das Gleisdreieck an der Kreuzung Brauerstraße/Gartenstraße/Jollystraße und die Gleise in der Gartenstraße. Der Streckenabschnitt zwischen Mathystraße und Weinbrennerplatz wird daher für die Linien 2 und 5 gesperrt. Es wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Um die Südweststadt an den ÖPNV anzubinden, wird eine temporäre Tramline 6 eingerichtet, die zwischen Tivoli und Arbeitsagentur pendelt.
Auch der Fahrradverkehr wird großräumig um das gesamte Baufeld im Kreuzungsbereich herumgeleitet, wie die Grafik zeigt:
18 Millionen Euro sind für das Großprojekt zur Erneuerung der städtischen Infrastruktur veranschlagt. Die Kosten werden anteilig von den Partnern getragen, auch Fördermittel aus dem Infrastrukturtopf des Bundes sind beantragt.