An einer Tankstelle in Straubenhardt (Enzkreis) standen Autofahrer am Mittwochabend Schlange. Der Grund: Der Preis für einen Liter Super-Benzin sank auf der Anzeige plötzlich auf 1,87 Euro. Den Liter E10 gab es sogar für 1,81 Euro. Nur der Dieselpreis blieb mit 2,15 Euro im deutschlandweiten Durchschnitt.
Benzin-Preis plötzlich viel günstiger: Shell spricht von "Preisfehler"
Es war eine "außergewöhnliche Situation", sagen die Betreiberinnen Doris und Linda Schönthaler. Man bekomme die Preise vom Konzern vorgegeben, und das gehe dann automatisiert an die Kassen und an die Anzeigetafeln.
Shell spricht auf Nachfrage des SWR von einem "Preisfehler". Dieser habe nur die eine Station betroffen und sei dann behoben worden. Weil der niedrige Preis am Mittwoch etwa drei Stunden lang bestand, konnten die Autofahrer so lange auch vergleichsweise günstig tanken.
Mehr als 100 Autos haben in Straubenhardt getankt
"Es muss sich rasend schnell rumgesprochen haben", sagt die Inhaberin am Tag danach. An den vier Zapfsäulen der Tankstelle bildeten sich lange Schlangen. Mehr als 100 Autofahrer tankten voll. Die Autos hätten bis hinter einen nahegelegenen Kreisel gestanden. Manche seien unruhig geworden, weil sie unsicher waren, wie lange das Benzin so günstig bleiben würde.
Es gab keine Rangeleien, sagt Kassiererin Daniela Kern. Sie berichtet aber davon, dass sich alle beeilt hätten zu tanken, damit die nächsten in der Schlange auch noch dran kommen, bevor der Preis wieder steigt.
Tankstellen-Pächter nach Ansturm vieler Menschen: "Wir sind nicht leergelaufen"
Man habe aber im Akkord kassiert und sei zu nichts anderem gekommen. Eigentlich schließt die Tankstelle in Straubenhardt um 19 Uhr. Am Mittwoch blieb sie aber eine halbe Stunde länger geöffnet. Das Benzin reichte trotz des großen Ansturms aus. "Wir sind nicht leergelaufen", sagen die Betreiber.
Am Ende des Tages waren sowohl die Autofahrer als auch die Tankstellenpächter zufrieden. Für die Kasse war es gut. "Jeder ist glücklich rausgegangen", so Inhaberin Linda Schönthaler.