Kurstadt in der Krise

Meinung: Baden-Baden braucht einen starken Oberbürgermeister

Während Baden-Baden die Finanzen in den Griff bekommen muss, ist das Stadtoberhaupt krankgeschrieben. Eine Meinung von SWR-Redakteur Patrick Neumann.

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Von Autor/in Patrick Neumann

Wenn ein Schiff in schwere See gerät, ist es absolut notwendig, einen erfahrenen Kapitän an Bord zu haben. Das ist in Baden-Baden derzeit aber nicht der Fall. Baden-Badens Oberbürgermeister Dietmar Späth (parteilos) ist seit Monaten gesundheitlich angeschlagen. Seit vier Wochen ist er nicht mehr im Dienst, sondern in medizinischer Obhut in einer Klinik.

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OB Dietmar Späth fühlte sich persönlich angegriffen

Vor allem persönliche Anfeindungen im Zusammenhang mit der Finanzkrise der Stadt haben Späth sehr zugesetzt, weswegen er sich entschloss, eine Auszeit zu nehmen. Die allerdings kommt zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Bis Mitte September, so hieß es zunächst, sei er mindestens krankgeschrieben.

Nun wird mit seiner Rückkehr ins Rathaus frühestens im Oktober gerechnet. Dann allerdings wartet extrem viel Arbeit auf ihn. Auf seinen Schultern lasten dann zusätzlich noch zwei neue Dezernate, weil eine der drei Bürgermeisterstellen der Stadt aus Kostengründen eingespart werden soll.

Kapitän gesucht, der das Schiff Baden-Baden wieder finanziell auf Kurs bringt

Was Baden-Baden jetzt braucht, ist ein starker Oberbürgermeister, der das Schiff wieder auf Kurs bringt, der Konzepte entwickelt, wie die Finanzlage der Stadt zumindest wieder stabilisiert werden kann. Danach sieht es im Augenblick aber eher nicht aus. Falls Dietmar Späth über den Oktober hinaus noch länger ausfallen sollte, bräuchte es einen Plan B. Den aber hat die Stadt bisher nicht veröffentlicht. Hoffentlich gibt es ihn überhaupt.

Patrick Neumann
SWR-Redakteur Patrick Neumann SWR -
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