Der Karlsruher Kindertagesstätten-Träger Zukunftsschmiede möchte die insolventen Kitabetreiber Pro-Liberis und Lenitas übernehmen. Die beiden privaten Unternehmen hatten im Februar beim Amtsgericht Karlsruhe Insolvenz angemeldet. Seitdem fragen sich die Eltern sowie die Erzieherinnen und Erzieher, wie es weitergehen wird. Beschäftigte warteten wochenlang auf ihr Gehalt. Rund 1.400 Kinder sind betroffen.
Nicht alle Kitas von insolventen Betreibern sicher
Es sei ein wichtiger Schritt, die Betreuung der Kinder in Karlsruhe und Umgebung weiterhin sicherzustellen, schreiben die Insolvenzverwalter von Pro-Liberis und Lenitas in einer Mitteilung. Bei einigen Kitas ist momentan aber noch unklar, ob sie übernommen werden. Sicher seien 23 Kitas an den Kernstadtorten in Karlsruhe, Weingarten, Stutensee, Rheinstetten und Karlsbad, heißt es auf Nachfrage des SWR. Sechs Kitas - in Ettlingen, Pforzheim, Marxzell-Burbach und Bad Schönborn - sollen dagegen noch auf ihre Wirtschaftlichkeit geprüft werden.
Im Zuge der Übernahme sei das Ziel, den überwiegenden Teil der knapp 620 Arbeitsplätze zu erhalten. Lediglich durch den Abbau komplexer Strukturen in der Verwaltung oder bei Doppelbesetzungen könne es im Rahmen der Übernahme zu Personalanpassungen kommen. Dies werde in den folgenden Wochen genauer erarbeitet.
Stadt Karlsruhe begrüßt Übernahme durch neuen Träger
Die Stadt Karlsruhe begrüßt den geplanten Einstieg der Zukunftsschmiede. "In den kommenden Tagen werden wir gemeinsam mit dem neuen Träger die nächsten Schritte der Übergabe koordinieren", sagt die Sozialbürgermeisterin Yvette Melchien (SPD). In den kommenden Tagen möchte die Stadt gemeinsam mit dem neuen Träger die nächsten Schritte der Übergabe koordinieren. Ziel bleibe eine lückenlose und qualitativ hochwertige Betreuung für die Kleinsten.
Die Zukunftsschmiede wurde 2017 gegründet. Sie betreibt bereits die Kita "Die Kleinen Giganten" in Karlsruhe. Der Träger legt laut Pressemitteilung der Insolventverwalter die Schwerpunkte seiner pädagogischen Arbeit auf die Persönlichkeits-, die Gesundheits- und Spracherziehung sowie auf die rhythmisch-musikalische Erziehung.