Die Nachricht über die Insolvenz des Karlsruher Kitaträgers Pro-Liberis und Lenitas sorgt seit Anfang Februar für Unruhe bei Eltern, Kindern und Mitarbeitern. Nun gibt es laut Insolvenzverwalter erste positive Signale.
Insolvenzverwalter: Erste Gespräche mit potentiellen Partnern laufen
Im Insolvenzverfahren hätten erste Gespräche mit potenziellen Partnern begonnen. Außerdem sei man in engem Austausch mit den Kommunen, so der Insolvenzverwalter in einer Mitteilung. Es gebe keine Pläne einer Zerschlagung, sondern es solle eine Gesamtlösung gefunden werden.
Wir arbeiten mit Hochdruck daran, einen passenden Partner für Pro-Liberis und Lenitas zu finden, um die Unternehmen langfristig und nachhaltig wieder in die wirtschaftliche Balance zu bringen.
Die Kinderbetreuung und die Arbeitsplätze der Mitarbeiter seien über den 1. April hinaus gesichert. Bis Ende März gilt noch der sogenannte Insolvenzgeldzeitraum, der die Lohnzahlungen für Februar und März sichert. Danach wird das Insolvenzverfahren eröffnet. Das werde voraussichtlich mehrere Monate dauern. Aktuell gebe es keine Gehaltsrückstände mehr, so der Insolvenzverwalter weiter.
Über 600 Mitarbeiter hatten kein Januargehalt bekommen und mussten bis Mitte Februar auf ihren Lohn warten. Über die Unsicherheiten haben zwei Betroffene mit dem SWR gesprochen:
"Wenig Hoffnung auf Rettung" Vor dem Absprung: Wie betroffene Erzieher die Karlsruher Kita-Insolvenz erleben
Die Kita-Betreiber Pro-Liberis und Lenitas in Karlsruhe sind insolvent. 1.400 Kinder sind betroffen. Die Verunsicherung bei Erzieherinnen und Erziehern ist riesengroß.
Stadt Karlsruhe sieht insolventen Kitaträger auf gutem Weg
Die Stadt Karlsruhe zeigte sich zuversichtlich, dass es gelingen kann, die Unternehmen neu aufzustellen. Man sehe den Kitaträger auf einem guten Weg.
Der Einsatz der Mitarbeitenden gerade jetzt während des vorläufigen Insolvenzverfahrens verdient große Anerkennung.
Die Angebote von Pro Liberis und Lenitas seien wichtig für die Betreuung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in der Stadt und in der Region Karlsruhe. Pro-Liberis und Lenitas hatte Anfang Februar Insolvenz beantragt. Davon betroffen sind knapp 1.400 Betreuungsplätze (900 davon in der Karlsruhe) und über 600 Mitarbeiter.