Vor etwa einer Woche ist die neue Skatehalle in Karlsruhe in den Probebetrieb gestartet. Sie bietet viel Platz, um neue Tricks zu testen. Und die Halle schützt die Skater vor Wind und Wetter. Eigentlich soll sie erst Anfang Mai offiziell eröffnet werden. Schon jetzt herrscht hier Hochbetrieb.
Schon jetzt viel los in neuer Skatehalle in Karlsruhe
Dumpfes Rollen, Quietschen von Turnschuhen - Skater und Skaterinnen in jedem Alter rollen, springen und sliden über Holzparcours. An der Seite steht eine fast drei Meter hohe Holzwand. Dahinter fliegt in regelmäßigen Abständen ein Skater in die Luft und verschwindet im freien Fall, um kurz darauf auf der anderen Seite der Rampe wieder aufzutauchen.
Vladi, Tom und Kajo skaten seit zwei Jahren. Die drei freuen sich besonders über die niedrigste Stufe einer Miniramp - die kleine Version einer Halfpipe. "Die ist nicht zu hoch, sodass man sich langsamer an den Tricks probieren kann", freut sich Tom. Die Jugendlichen kennen keine Angst. Einer nach dem andern stürzt sich die etwa 1,5 Meter hohe Rampe herunter und wieder hoch.
Für Anfänger sind auf Bodenhöhe kleine Hindernisse aus Holz sowie Metallstangen aufgebaut, die für Roller, BMX-Räder, Inline-Skates und Skateboards geeignet sind.
Ausbau der Skatehalle war Gemeinschaftsarbeit
In der Halle riecht es nach Holzspänen. Mehrere Tausend Schrauben wurden in zweieinhalb Monaten intensiver Bauphase von über 50 Ehrenamtlichen in den Rampen versenkt. Sie wurden von professionellen Schreinern konstruiert und umgesetzt.
Den Ausbau hat Rollbrett e.V. aus Karlsruhe koordiniert. Der Verein hatte auch die "alte Halle" im Indoor-Skatepark in Mühlburg betrieben. Nach 14 Jahren Betrieb mussten sie wegen Baumängeln am Gebäude schließen. Rollbrett e.V. hat viele Jahre intensiv nach Alternativen gesucht und schließlich mithilfe des Jugendausschusses den neuen Standort in der Nähe des Otto-Dullenkopf-Parks in der Oststadt gefunden. Die neue Skatehalle wurde zum großen Teil über ein Crowdfunding und Spenden finanziert.
Bis zur offiziellen Eröffnung im Mai wird fleißig weiter gebaut. Denn es sind noch weitere Konstruktionen geplant. Der Wunsch nach einer Indoor-Skatehalle war groß. Die Freude über das Projekt spiegelte sich vor Ort wider: "Es sind viele Leute vorbeigekommen, die die alte Halle noch von früher kannten und haben sich von ganzem Herzen bedankt", sagt der erste Vorstand des Vereins Philip Wahl stolz.