Was wird alles zum Vorschein kommen?

Stausee der Schwarzenbachtalsperre Forbach wird leergefischt und abgelassen

Die EnBW baut in Forbach das Pumpspeicherkraftwerk aus. In diesem Zusammenhang muss auch die Mauer der Schwarzenbachtalsperre saniert werden. Dazu muss aber der Stausee leer sein.

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Von Autor/in Patrick Neumann

Majestätisch ragt die rund 100 Jahre alte Staumauer der Schwarzenbachtalsperre bei Forbach in die Höhe. Gerade jetzt, wo die Wasserhöhe bei nur noch etwa sechs Metern steht, sieht das Bauwerk besonders imposant aus. Seit dem Winter wird das Wasser sukzessive abgelassen. Der ganze Vorgang zieht sich über Monate hin. Pro Woche kann der Pegel etwa um einen Meter abgesenkt werden. Zuletzt war dies vor etwa 30 Jahren der Fall.

Eine Mauer der Schwarzenbachtalsperre Forbach. Das Wasser im Stausee wurde vor 30 Jahren das letzte Mal abgelassen.
Normalerweise wäre hier jetzt Wasser - aktuell wird aber der Stausee der Schwarzenbachtalsperre abgelassen.

Staumauer der Schwarzenbachtalsperre wird saniert

Rund 280 Millionen investiert die EnBW nach eigenen Angaben in die Erweiterung des Pumpspeicherkraftwerks in Forbach. Bei dieser Gelegenheit müssen natürlich auch die Staumauer und vor allem der Ablauf der Schwarzenbachtalsperre inspiziert werden. Eine Herkulesaufgabe: Die Mauer aus dem Jahr 1926 ist 400 Meter lang und 65 Meter hoch.

Die Arbeiten sind dringend notwendig, damit das neue Pumpspeicherkraftwerk sicher in Betrieb gehen kann.

Leichenfund im Stausee sorgte für Schlagzeilen

Wenn ein solcher Stausee nur alle paar Jahrzehnte abgelassen wird, muss man mit dem Schlimmsten rechnen. Am vergangenen Wochenende fanden Spaziergänger eine im Wasser treibende Leiche. Was sonst noch aus den Wassermassen geborgen werden wird, ist noch nicht absehbar. Das weiß man erst, wenn der See komplett leer sein wird.

Die Fische werden mit Netzen gefangen und dann in andere Gewässer umgesiedelt.

Ein Blick in die Netze der Angler an der Schwarzenbachtalsperre in Forbach.
Ein Blick in die Netze der Angler an der Schwarzenbachtalsperre Patrick Neumann Bild in Detailansicht öffnen
Die Schwarzenbachtalsperre in Forbach von oben. Der Stausee hat kaum noch Wasser.
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Peter Steinbach vom Angelsportverein Rastatt an der Schwarzenbachtalsperre
Peter Steinbach vom Angelverein Rastatt Patrick Neumann Bild in Detailansicht öffnen
Erich Wunsch von der EnBW vor der Staumauer der Schwarzenbachtalsperre.
Erich Wunsch von der EnBW Patrick Neumann Bild in Detailansicht öffnen

Zur Zeit ist die wichtigste Aufgabe die Bergung der Fische, die sich im Stausee befinden. Darunter finden sich Welse, Hechte, Karpfen, Forellen und andere Fischarten. Anglervereine aus dem näheren Umfeld sind mit Netzen im Einsatz und versuchen, den See komplett leer zu fischen.

Die Fische werden dann mithilfe spezieller Lastwagen in andere Gewässer verbracht. Eine Rückführung der Fische in den Stausee ist nicht geplant. Die Population wird sich von selbst nach und nach wieder aufbauen.

Fisch-Wiederansiedlungsprojekte gibt es unter anderem in der Murg - zum Beispiel des Lachses. Im Stausee der Schwarzenbachtalsperre wird auch Wasser aus dem Fluss gepumpt:

Schwarzenbachtalsperre Forbach fast ohne Wasser
Schwarzenbachtalsperre Forbach fast ohne Wasser Patrick Neumann

Arbeiten in Forbach gehen bis Herbst

Sind die Fische geborgen, kann die Staustufe vollständig leerlaufen. Die Sanierungsarbeiten an der Mauer sollen bis Oktober gehen. Das erweiterte Pumpspeicherkraftwerk soll Ende 2027 in Betrieb gehen. Bis dahin muss natürlich auch die Staumauer saniert sein.

Für die Menschen aus der Region sind die Arbeiten an der Staustufe ein echtes Spektakel. Das rund 100 Jahre alte Bauwerk wird so selten abgelassen, sodass man wahrscheinlich nur ein- bis zweimal im Leben die Gelegenheit hat, die Schwarzenbachtalsperre so zu erleben. Vereinzelt wird es nach Angaben der EnBW in den kommenden Wochen zu Sperrungen von Uferwegen kommen.

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