Mit rund 50 bis 70 geparkten Taxis vor dem Karlsruher Marktplatz haben am Dienstagnachmittag Taxifahrer auf ihre Existenzsorgen aufmerksam gemacht. Nach Angaben des Veranstalters erschienen etwa 100 Teilnehmende zu der Demonstration. Sie fordern strengere Regeln für Mietwagenunternehmen, die beispielsweise mit Uber oder anderen zusammenarbeiten.
Taxifahrer fordern Mindestbeförderungsentgelt
Eine der Forderungen ist ein Mindestbeförderungsentgelt für Mietwagenunternehmen. "Wir müssen die Tarife einhalten, die von der Taxibehörde bestimmt werden und die Mietwagen können zu x-beliebigen Fahrpreisen fahren", sagt Tahir Butt, Vorstand der Taxi-Funk-Zentrale Karlsruhe. Besonders seit es Uber und andere Fahrdienste gäbe, werde Preisdumping angeboten. Dabei würden die Mietwagen Preise verlangen, die teils 50 Prozent unter dem Taxitarif liegen.
Außerdem fordern sie, dass sich die Mietwagenfirmen an die Rückkehrpflicht halten. Das bedeutet, dass beispielsweise Uber-Fahrzeuge nach ihrer gebuchten Fahrt wieder zur Betriebszentrale zurückkehren müssen. Die Taxifahrer werfen den Firmen allerdings vor, nach den Fahrten weiter in der Stadt auf neue Aufträge zu warten. Auch Mietwagen aus anderen Städten würden sich länger in Karlsruhe aufhalten, so die Taxi-Unternehmen.
Stadt will Möglichkeiten prüfen
Auf SWR-Anfrage teilte ein Sprecher der Stadt Karlsruhe im Vorfeld der Demo mit, dass mögliche Verstöße gegen die Rückkehrpflicht bisher nicht festgestellt werden konnten. Hinweisen werde jedoch nachgegangen. Die Stadt will außerdem die Einführung eines Mindestbeförderungsentgelts für Mietwagen prüfen. Ein Ergebnis könnte es nach den Sommerferien geben. Tahir Butt von der Taxi-Funk-Zentrale Karlsruhe befürchtet jedoch, dass die Forderungen der Taxifahrer nicht mit konkreten Maßnahmen umgesetzt werden.