Taxifahren im Kreis Alzey-Worms kostet ab sofort mehr. Durch den sogenannten Kraftstoffzuschlag sollen die hohen Dieselpreise abgefedert werden. Örtliche Taxiunternehmen hätten darum gebeten, heißt es in einer Mitteilung des Kreises. Denn für viele Taxifahrerinnen und -fahrer sei der Preisanstieg existenzbedrohend geworden.
Kraftstoffzuschlag wegen hoher Spritpreise gilt bis Ende Mai
Der Zuschlag beträgt einen Euro pro Fahrt. Man habe ihn möglichst gering gehalten, um Fahrgäste nicht übermäßig zu belasten, so der Kreis. Der Zuschlag soll zunächst bis zum 31. Mai gelten.
Mit dieser Maßnahme unterstützt der Landkreis die Taxiunternehmen dabei, weiterhin zuverlässig für die Bürgerinnen und Bürger im Einsatz zu bleiben.
Der Kreis Alzey-Worms ist derzeit die einzige Kommune in der Region Rheinhessen, die einen solchen Taxi-Kraftstoffzuschlag erhebt. Im Kreis Mainz Bingen wird momentan darüber nachgedacht, in der Stadt Mainz ist er kein Thema.
Nahverkehr: Keine Einschränkung bei Bussen auf dem Land
Für den Öffentliche Nahverkehr in der Region Rheinhessen/Nahe gibt es vorerst keine Konsequenzen wegen der hohen Spritpreise. Der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen (WBO) hatte vor Einschnitten im Busverkehr gewarnt - zum Beispiel dass geringer nachgefragte Fahrten gestrichen werden könnten - vor allem auf dem Land.
Das ist hier aber offenbar kein Thema. Die Verkehrsbetriebe halten an den gewohnten Busfahrplänen im ländlichen Raum fest. Das haben die Verkehrsunternehmen Kommunalverkehr Rhein-Nahe (KRN) und Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund (RNN) dem SWR bestätigt.
Diesel- und Benzinpreise So tanken Sie heute günstig
Spritpreise am 14. Juni 2026: Superbenzin kostet im Mittel 1,91€, E10 1,85€ und Diesel 1,80€ in Deutschland. So teuer ist es in Ihrer Nähe.
Höhere Preise im ÖPNV könnten möglich sein
"Gerade in Zeiten hoher Spritpreise brauchen Menschen Alternativen zum Auto", heißt es von Seiten der RNN. KRN-Geschäftsführer Uwe Hiltmann räumt jedoch ein, dass die Dieselpreise auch für die Verkehrsunternehmen herausfordernd seien. Feste Verträge mit Subunternehmen sorgten dafür, dass der Betrieb vorerst stabil bleibe. Allerdings macht Hiltmann auch deutlich, dass bei künftigen Vertragsverhandlungen mit höheren Preisen gerechnet werden muss.