Zu Beginn der Pfingstferien ist viel los auf den Straßen in Baden-Württemberg. Die Autobahnraststätten entlang der A5 sind eine beliebte Möglichkeit, um eine kurze Pause vom Verkehr auf der Autobahn einzulegen. So auch die Raststätte an der A5 bei Bruchsal (Kreis Karlsruhe).
Viel los an der Raststätte auf der A5 bei Bruchsal
Zwei Urlauber stechen an diesem Mittag besonders ins Auge. Christine Büchler und Wolfgang Schmitz, bekleidet mit Hosenträgern und Schirmmütze, sind von Kreuzlingen in der Schweiz aus auf dem Weg nach Walldorf. Dort besuchen sie vier Tage lang ein Rockabilly-Event. Ganz im Stil der 50er-Jahre sind sie auch unterwegs: Ihr Auto ist ein Renault 4CV, Baujahr 1953.
Die Strecke sei für sie gerade noch so machbar. Für mehr sei der Oldtimer aber zu unberechenbar, auch wenn er mit seinem strahlend schwarzen Lack und den knallroten Lederbezügen aussieht wie aus einem Museum. Bei 27 Grad Celsius im Schatten kann so manche Autofahrt anstrengend werden, insbesondere mit älteren Autos. Auf die Frage wie sich die beiden kühl halten meint Wolfgang Schmitz nur kurz: "Das ist unsere Klimaanlage, ohne Strom." Mit einem Augenzwinkern öffnet er eine Klappe unterhalb der Windschutzscheibe.
Reisen am Pfingstwochenende ADAC erwartet für das Land in den kommenden Tagen "höchste Verkehrsbelastung des Jahres"
Viele sind über die Pfingstferien unterwegs. Es wird Stau erwartet. Motorradfahrer müssen auf Sperrungen achten. Wo sie stattdessen auf ihre Kosten kommen.
Rasthof auf der A5: Auf Kursfahrt mit der Schule
Kurz wird es etwas lauter auf dem Rasthof. Dutzende Schülerinnen und Schüler kommen aus der Raststätte vom Mittagessen zurück und laufen in Richtung eines Reisebusses. Sie waren auf Kursfahrt in Singen unter anderem Kanufahren. Auch Konstanz hätten sie besucht, erzählt der 18-jährige Max. Beim Besuch am Bodensee hat er offensichtlich auch ein Stück Regionalkompetenz verinnerlicht.
Ich glaube man spricht es "Kon-sch-tanz" aus.
Für die Schülerinnen und Schüler geht es zurück nach Altenkirchen in Rheinland-Pfalz. Wenn es gut läuft, sollten sie in dreieinhalb Stunden zu Hause sein.
Unterwegs mit dem Wohnmobil: Aktivurlaub im Taunus
Auf einem abgelegeneren Parkplatz weiter hinten beenden Cordula Denk und Werner Probst aus Pensberg in Bayern ihre kurze Rast. Die beiden sind mit ihrem Wohnmobil unterwegs in den Taunus. Für sechs Tage besuchen sie dort Freunde und haben einiges geplant.
Wir haben unsere Fahrräder dabei, unsere Kletterausrüstung und unsere Wanderausrüstung. Also viel Aktivität und Geselligkeit.
Seit vier Stunden sind sie unterwegs, noch zwei liegen vor ihnen. Bis auf kleinere Staus läuft's aber gut. Die beiden wirken tiefenentspannt.
Große Familienfeier ganz im Norden
Ein paar Meter weiter sitzen Hildegard Möller-Schön und Rainer Schön auf einer Bank beim Vesper. Die beiden kommen aus Auggen bei Freiburg und wollen einmal durch die ganze Bundesrepublik. Für sie geht es ungefähr 600 Kilometer in den Norden nach Cloppenburg. Dort lebt die Familie von Hildegard Möller-Schön. Ein großes Familien-Event steht an.
Ich habe fünf Geschwister, alle sind verheiratet und haben Kinder. Das wird ein riesiges Fest werden.
Die Party findet in ihrem Elternhaus statt. Trotz einigen kleineren Staus sind die beiden entspannt. Denn sie haben Zeit und müssen nicht hetzen.