Abkühlung an Pfingsten

Erste Hitzewelle: DLRG warnt vor gefährlichem Sprung in den Bodensee

Es wird heiß am Wochenende. Die Strandbäder am Bodensee rechnen mit dem ersten Ansturm. Warum bei Hitze eine schnelle Abkühlung im kalten See aber keine gute Idee ist.

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Stand

Von Autor/in Marlene Fuchs

Über Pfingsten steht der Region Bodensee-Oberschwaben das erste Hitzewochenende bevor – Roland Roth von der Wetterwarte Süd in Bad Schussenried (Kreis Biberach) rechnet mit Temperaturen um 30 Grad. Die DLRG warnt jedoch ausdrücklich vor spontanen Sprüngen in den kalten Bodensee, die Rettungsdienste geben Verhaltenstipps bei Hitze.

Pfingst-Hitze am Bodensee: Baden im See gefährlich

Aktuell liegt die Wassertemperatur des Bodensees bei 16 Grad (Stand Freitag). Bei bis zu 30 Grad Lufttemperatur entsteht ein großer Temperaturunterschied zum kalten Wasser. Diesen verkraftet der Körper oft schlecht, erklärt Florian Daniels von der DLRG Bodenseekreis.

Der plötzliche Temperaturunterschied kann für den Körper schwierig werden.

Beim Eintauchen in kaltes Wasser werden nämlich reflexartig die Gefäße enger. Dadurch will der Körper verhindern, dass zu viel Wärme abgegeben wird. Besonders Menschen mit Herzproblemen müssen vorsichtig sein. Im schlimmsten Fall endet der Sprung ins kalte Wasser tödlich.

Die Tipps des Lebensretters Florian Daniels: Langsam in den See gehen, sich davor am besten kühl abduschen und nicht spontan vom Tretboot aus ins Wasser springen.

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DLRG und DRK gut vorbereitet auf das heiße Wochenende

Die 120 aktiven DLRG-Einsatzkräfte im Bodenseekreis stehen alle bereit für die erste Hitze des Jahres: Die Boote seien zurück aus der Winterruhe und stünden am Wasser, so Daniels. Mit besonders vielen Notfällen rechnet er am Wochenende aber nicht. Vor allem die Einheimischen am Bodensee seien beim Thema Baden gut informiert. Zu etwa 60 Einsätzen werde die DLRG im Bodenseekreis pro Jahr gerufen, die Zahl der Fälle sei recht konstant.

Auch die Rettungskräfte des Deutsche Roten Kreuzes seien auf das Hitzewochenende vorbereitet, heißt es beispielsweise von der Ortsgruppe Sigmaringen. Sie rät: Mittagshitze meiden, viel trinken und Schatten suchen.

Niedriger Bodenseepegel und steigende Waldbrandgefahr

Die Hitze in den kommenden Tagen geht einher mit einer großen Trockenheit und steigender Waldbrandgefahr. So hat der Bodensee aktuell deutlich weniger Wasser als üblich. Der Bodenseepegel liegt mit gut drei Metern derzeit rund 70 Zentimeter unter dem langjährigen Mittelwert für diese Jahreszeit. Das werde sich in den kommenden Tagen noch verschärfen, so Roland Roth von der Wetterwarte Süd.

Mitte kommender Woche steige dann auch die Waldbrandgefahr, sagt der Wetterexperte. Wer bei Trockenheit und Hitze unterwegs sei, solle darauf achten, beispielsweise kein Feuer in Wäldern zu machen.

Das sagt man zwar immer wieder, aber es geschieht halt aus Unachtsamkeit, dass es dadurch zu Bränden kommen kann.

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Marlene Fuchs
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