Neue Regionalzüge in Baden-Württemberg sollen künftig über einen kostenlosen WLAN-Zugang verfügen. Das Land investiert nicht direkt in die Technik, sondern schreibt den Internetzugang in den Verträgen mit den Eisenbahnunternehmen als verpflichtende Leistung fest, wie das Verkehrsministerium in einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion mitteilte.
Zu den neuen Fahrzeugen mit WLAN gehören unter anderem die Doppelstock-Züge des Typs Coradia Max und die Züge für die Hermann-Hesse-Bahn. Wie viel die Unternehmen dafür ausgeben müssen, ist dem Ministerium nicht bekannt.
Private Mobilfunknetzbetreiber für Qualität verantwortlich
Für die Qualität und Geschwindigkeit der Verbindung sind laut Ministerium die privaten Mobilfunknetzbetreiber zuständig. Sie sind durch die Bundesnetzagentur verpflichtet, die Schienenwege mit einer bestimmten Bandbreite zu versorgen. Eine neue Auflage sieht vor, dass die Betreiber bis Anfang 2030 bundesweit 99,5 Prozent der Fläche mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde abdecken müssen.
Internet: Technische Hürden für stabile Verbindung im Zug
Die Landesregierung unterstützt den Netzausbau nach eigenen Angaben, indem sie beispielsweise Genehmigungsverfahren für Mobilfunkmasten vereinfacht und landeseigene Flächen zur Verfügung stellt. Als technische Hürden für eine stabile Verbindung im Zug gelten die unter allen Fahrgästen geteilte Bandbreite sowie spezielle wärmedämmende Fensterscheiben, die Mobilfunksignale blockieren. Bei neuen Zügen werden daher Scheiben eingebaut, die für Mobilfunksignale durchlässig sind.