Doppelt so viele Baustellen in 2026

Mehr Baustellen 2026: BW fordert bessere Informationen für Bahnreisende

Wer Bahn fährt, braucht häufig viel Geduld. BW-Verkehrsminister Hermann rechnet damit, dass es künftig noch schlimmer wird - und fordert deshalb bessere Kommunikation von der Bahn.

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Die Landesregierung hat die Deutsche Bahn aufgefordert, ihre zahlreichen Bauarbeiten an der Bahninfrastruktur in Baden-Württemberg besser zu koordinieren und zu kommunizieren. Man kritisiere nicht, dass nun in das Bahnnetz investiert werde, sagte BW-Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne): "Wir sind aber der Meinung, es gibt deutlichen Verbesserungsbedarf, was die Koordination von Baustellen anbelangt und auch die Kommunikation von Baustellen."

Informationen für Bahnfahrer müssen sich verbessern

Unter anderem müssten die Informationen für Fahrgäste besser werden. Es könne nicht sein, dass Züge einfach nicht kämen, sagte der Verkehrsminister. Pendler, die mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs seien, täten das häufig aus Überzeugung. Denen könne man auch etwas zumuten, wenn man sie rechtzeitig informiere, so Hermann weiter. "Was sie gar nicht leiden können ist, wenn eine Zumutung nicht kalkulierbar ist."

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Landesregierung lädt zu Bahngipfel

Anfang Juli soll es deswegen einen Bahngipfel mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), Hermann und Bahnchef Richard Lutz geben, bei dem geklärt werden soll, wie die Baustellen möglichst fahrgastfreundlich umgesetzt werden können. Das Land fordert, dass Baustellen so organisiert werden müssen, dass Fahrgäste den Zugverkehr zuverlässig nutzen können. Zudem müsse die Bahn ihre Planungsteams verstärken, die vereinbarten Fristen einhalten und im Raum Stuttgart bei Streckensperrungen einen zentral gesteuerten Ersatzverkehr nach dem Vorbild der Riedbahnsanierung einrichten.

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SWR