Die Linke schaut beim ersten Landesparteitag nach der BW-Landtagswahl nach vorne. Ihre Landesvorsitzende, Sahra Mirow, will für Mieterinnen und Mieter kämpfen, für Sozialpolitik und gegen die Wehrpflicht. Das sagte sie am Samstag vor den Deligierten in Fellbach (Rems-Murr-Kreis). All das muss sie außerparlamentarisch tun, denn den Einzug in den Stuttgarter Landtag hat die Partei im März mit 4,4 Prozent knapp verpasst.
"Ich weiß, viele von euch sind enttäuscht, und ich bin es auch. Denn wer so kämpft, der will auch gewinnen", so Mirow. Doch sie machte auch klar: "Wir haben das beste Landtagswahlergebnis geholt, dass die Linke in Baden-Württemberg jemals hatte. Und das ist nicht Nichts, es ist ein Erfolg." Zudem habe die Partei neue Mitglieder gewonnen und sei gewachsen. Daher wolle man nach vorne schauen, kündigte die Co-Landesvorsitzende an.
Stuttgarter will Co-Vorsitzender der Linken im Bund werden
Ein weiteres Thema auf dem Landesparteitag ist die Kandidatur des Stuttgarter Bundestagsabgeordneten Luigi Pantisano als Co-Vorsitzender der Bundespartei. Er will im Juni beim Bundesparteitag der Linken als Nachfolger von Jan van Aken antreten, der aus gesundheitlichen Gründen das Amt niederlegt.
Pantisano sagte, sein Ziel sei es, Arbeiterinnen und Arbeiter für die Partei zurückzugewinnen. Nur sie könnten den massiven Angriff der Bundesregierung auf ihre Arbeitnehmerrechte und auf ihren Wohlstand beenden. "Nicht wir Politiker besitzen die Macht, es sind die Menschen, die jeden Tag aufstehen, zur Arbeit gehen, Kinder großziehen und Familienangehörige pflegen." Die Linke habe zudem die historische Verantwortung, sich Faschismus entgegenzustellen, sagte Pantisano.
Der baden-württembergische Landesverband unterstützt die Kandidatur von Pantisano. Auch die Co-Bundesvorsitzende Ines Schwerdtner und die Fraktionsvorsitzende im Bundestag Heidi Reichinnek wollen ihm den Rücken stärken.