Eine Spaziergängerin hat am Rheinufer bei Altlußheim (Rhein-Neckar-Kreis) am Mittwoch eine Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst sprengte den Fund kontrolliert vor Ort.
Handgranate bei Spaziergang am Rheinufer entdeckt
Die Frau war mit ihrem Hund am Rheinufer unterwegs, als sie die Handgranate entdeckte. Nach Polizeiangaben war der Sprengkörper offenbar durch das Niedrigwasser im Rhein freigelegt worden.
Die Spaziergängerin alarmierte die Polizei, die daraufhin Expertinnen und Experten des Landeskriminalamtes hinzuzog. Die Granate hatte vermutlich bereits seit Jahren oder Jahrzehnten im Wasser gelegen.
Für die kontrollierte Sprengung sperrten die Einsatzkräfte Fuß- und Radwege in der Nähe sowohl auf der baden-württembergischen als auch auf der rheinland-pfälzischen Seite des Rheins.
Weitere Funde wegen Niedrigwasser im Rhein
Wilko Klisch von der Wasserschutzpolizei Mannheim sagte gegenüber dem SWR, es sei möglich, dass in der nächsten Zeit weitere "ungewöhnlichen Gegenstände" im Rhein auftauchten, zum Beispiel weitere Kriegswaffen oder Munition aus dem Zweiten Weltkrieg.
Bei Mannheim ist der Rheinpegel bereits auf 93 Zentimeter gesunken. Normal sind laut Wasserschutzpolizei 150 bis 200 Zentimeter. Dort haben Polizeitaucher auf Höhe der NATO-Rampe beim Stadtteil Sandhofen in den vergangenen Tagen einen freigespülten Tresor geborgen. Dieser stammt vermutlich aus einem Diebstahlsdelikt, hieß es. Die entsprechenden Ermittlungen laufen.