Eine 41 Jahre alte Frau soll über mehrere Jahre mit gefälschten Zeugnissen in Heidelberg und im Saarland als Lehrerin gearbeitet haben. Nach Abschluss der Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Heidelberg Mitte Dezember Anklage erhoben. Das teilte die Behörde am Freitag mit.
Ein Betrugsverdacht führt zum nächsten Haftbefehl in Heidelberg: Falsche Lehrerin arbeitet jahrelang an Schulen
Mit gefälschten Qualifikationen hat eine Frau jahrelang als Lehrerin an Privatschulen unterrichtet. Ein Verkehrsunfall wurde ihr schließlich zum Verhängnis.
Anklage: Lohn erschlichen und Gehaltsnachweise gefälscht
Die 41-Jährige soll zwischen Mai 2021 und Oktober 2024 in Heidelberg einen Bruttolohn in Höhe von knapp 200.000 Euro erschlichen haben. Der Verdacht, dass sie Gelder von Schülern veruntreut habe, bestätigte sich nicht, so die Staatsanwaltschaft weiter.
41-Jähriger droht Freiheitsstrafe
Allerdings hatte die Frau nicht nur ihre Zeugnisse gefälscht, als Lehrkraft arbeiten zu dürfen, sondern in zwei Fällen auch Darlehensunterlagen, die sie Banken vorgelegt hatte, um ihre desolate finanzielle Lage zu verschleiern. Laut Staatsanwaltschaft droht der angeblichen Lehrerin eine Freiheitsstrafe von mindestens vier Jahren. Die Beschuldigte sitzt seit Ende September in Untersuchungshaft.