Betriebsrat: "Wir haben jetzt leider keine andere Wahl"

Mannheimer Eichbaum-Brauerei baut wegen Insolvenz 100 Stellen ab

Nach der Insolvenz der Mannheimer Traditionsbrauerei Eichbaum hat die Geschäftsführung nun einen Stellenabbau angekündigt. Die Zahl der Beschäftigten soll um etwa ein Drittel sinken.

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Bei der insolventen Mannheimer Brauerei Eichbaum werden in den nächsten Monaten etwa 100 Stellen gestrichen. Einen entsprechenden Bericht des "Mannheimer Morgen" hat das Unternehmen dem SWR am Dienstag bestätigt.

Bei Eichbaum sind derzeit knapp 290 Menschen beschäftigt. Diese Zahl soll nach Angaben der Geschäftsführung künftig auf unter 200 sinken. Damit würden etwa ein Drittel aller Stellen wegfallen. Eine konkrete Zahl nannte Eichbaum auf der SWR-Anfrage nicht. Der Schritt sei notwendig, um das Unternehmen zu retten, so der Co-Geschäftsführer Uwe Aichele gegenüber der Tageszeitung. Dem Bericht zufolge sollen die Kündigungen in den kommenden Wochen ausgesprochen werden.

Eichbaum-Insolvenz: Suche nach Investoren dauert an

Die Brauerei Eichbaum befindet sich seit Anfang Januar im Insolvenzverfahren. Die neue Geschäftsführung um Uwe Aichele befindet sich seitdem auf der Suche nach Investoren, um den Betrieb zu erhalten. Ein Ergebnis wolle man zeitnah präsentieren, hieß es gegenüber dem SWR.

Betriebsrat: "Es geht gerade ums nackte Überleben"

Die Mannheimer Brauerei leide seit längerer Zeit unter einer mangelnden Auslastung - auch nachdem Eichbaum im Oktober ihre Traditionsmarke "Karamalz" an Veltins verkauft hatte. Aktuell gehe es "ums nackte Überleben", teilte der Sprecher des Betriebsrates, Umut As, dem SWR mit. Um für mögliche Investoren interessant zu sein, habe man aufgrund der Auslastung keine andere Wahl, als kleiner zu werden.

Wir haben jetzt leider keine andere Wahl. Wir müssen diesen Weg jetzt so gehen.

Auf einer Betriebsversammlung Ende Januar habe die Belegschaft von dem geplanten Stellenabbau erfahren. Obwohl man damit gerechnet habe, habe die Nachricht schockiert, so Umut As. Von den betriebsbedingten Kündigungen seien vor allem Mitarbeiter aus der Produktion betroffen. Aber auch Stellen aus der Verwaltung sowie Handwerker könnten gestrichen werden.

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Sarah Hennings
Sarah Hennings, SWR Studio Mannheim
Vuk Dajović
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