Auf dem Weg zur Rettung aus der Insolvenz hat die wirtschaftlich angeschlagene Mannheimer Brauerei Eichbaum einen nächsten Schritt erreicht: Das Amtsgericht Mannheim hat das Insolvenzverfahren eröffnet. Das geht aus einer Mitteilung des Gerichts im Internet hervor. Demnach hat das Amtsgericht ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angeordnet. Das bedeutet, dass die eigene Geschäftsführung den Betrieb leitet und dabei durch einen sogenannten Sachwalter überwacht wird.
Mannheim: Eichbaum hatte Ende Oktober Insolvenz angemeldet
Einen entsprechenden Antrag hatte Eichbaum Ende Oktober gestellt. Laut Beschluss müssen die Gläubiger bis zum 11. Februar ihre Forderungen beim zuständigen Sachwalter anmelden. Das heißt: Die Gläubiger müssen angeben, wie viel Geld sie noch von Eichbaum verlangen. Zum Sachwalter wurde der Rechtsanwalt Thomas Oberle aus Mannheim bestimmt.
Betriebsrat: "Schritt in die richtige Richtung"
Derzeit sei ein Unternehmensberater auf der Suche nach möglichen Investoren. Wie die Traditionsbrauerei Anfang Dezember mitgeteilt hatte, gebe es Potenziale für eine Übernahme. Bei der Mannheimer Brauerei Eichbaum arbeiten rund 300 Menschen. Für die Belegschaft sei die Eröffnung des Insolvenzverfahrens ein "Schritt in die richtige Richtung", sagte der Sprecher des Betriebsrates, Umut As, dem SWR. "Für die Investoren, die kommen könnten, ist das ein gutes Zeichen", so As weiter. Aktuell gebe es Gespräche mit möglichen Investoren.