Wegen vorzeitiger Schließung

Theresienkrankenhaus Mannheim: Mehrere betriebsbedingte Kündigungen

Im Zuge der angekündigten Schließung des Mannheimer Theresienkrankenhauses bis spätestens Ende 2027 ist jetzt mehreren Mitarbeitenden gekündigt worden.

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Stand

Die Geschäftsführung des Brüderklinikums Julia Lanz hat mehreren Ärztinnen und Ärzten der Gefäßchirurgie am Mannheimer Theresienkrankenhaus und der Urologie am Diakonissenkrankenhauses (kurz Diako) betriebsbedingt gekündigt. Das geht aus einer internen Mitteilung des Brüderklinikums von Donnerstag hervor, die dem SWR vorliegt. Zur Begründung hieß es, es habe "keine alternative Beschäftigungsmöglichkeit in anderen Krankenhausbereichen" gegeben. Unterdessen laufen Verhandlungen zu einem Sozialplan für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen, die geschlossen werden sollen. Das weitere Personal aus den betroffenen "Schließungsbereichen" wird laut der Mitteilung "zunächst vorübergehend freigestellt". Die Pressesprecherin des Krankenhauses teilte auf Nachfrage mit, wie vielen Ärztinnen und Ärzten genau gekündigt wurde, könne sie nicht sagen.

Es ist bitter, dass wir den ärztlichen Kolleginnen und Kollegen so kurz vor Weihnachten die Kündigungen aussprechen mussten.

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Plan: Zusammenlegung des Theresienkrankenhauses mit Diakonissenkrankenhaus

Ende Oktober wurde bekannt, dass das Theresienkrankenhaus, das seit 2024 offiziell "Brüderklinikum Julia Lanz" heißt, aus Kostengründen mehrere medizinische und nicht-medizinische Abteilungen in das Diakonissenkrankenhaus (Diako) im Süden Mannheims verlegt. Das soll den aktuellen Planungen zufolge bis spätestens Ende 2027 umgesetzt sein. Der Träger der beiden Krankenhäuser, die BBT-Gruppe, hatte bekannt gegeben, dass bis zu 350 Stellen im Theresienkrankenhaus abgebaut werden sollen. BBT steht für "Barmherzige Brüder Trier", eigenen Angaben zufolge "einer der großen christlichen Träger von Krankenhäusern und Sozialeinrichtungen in Deutschland".

Bis spätestens Mitte kommenden Jahres (2026) sollen demnach die Gefäßchirurgie, die Pneumologie (Lungenheilkunde) inklusive Schlaflabor am Theresienkrankenhaus sowie die Urologie am Diako geschlossen werden. Zudem werde der Schulungsbetrieb in Weinheim-Ritschweiher (Rhein-Neckar-Kreis) eingestellt.

Aus für Theresienkrankenhaus wegen Kostendrucks

Laut der Leitung des Theresienkrankenhauses steht das Haus unter anderem wegen steigender Kosten für Betrieb, Digitalisierung und Vergütung unter Druck. "Als freigemeinnütziges Krankenhaus erhalten wir auch keine finanzielle Unterstützung, im Gegensatz zu kommunalen Häusern", teilte das Krankenhaus Ende Oktober mit. Christliche Krankenhäuser stellten auch in unterfinanzierten Bereichen wie der Palliativmedizin, Geburtsthilfe, Seelsorge und psychosozialer Begleitung die Versorgung sicher, hieß es.

Der internen Mitteilung des Theresienkrankenhauses zufolge laufen die Verhandlungen zu einem Sozialplan für die Beschäftigten noch. Ziel sei "weiterhin der Abschluss der Verhandlungen 2025, spätestens jedoch im Januar 2026".

Keine Kündigungen bei Pflegepersonal in der Patientenversorgung

Im Zuge der derzeitigen Sozialplanverhandlungen gebe es aber auch positive Nachrichten, heißt es vom Brüderklinikum Julia Lanz. Pflegefachpersonen und Pflegehelfer mit mindestens einjähriger Ausbildung in der direkten Patientenversorgung werden weiterbeschäftigt. Außerdem sei vereinbart worden, dass "bis zum Ende des Jahres 2025 keine weiteren betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen werden".

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SWR Aktuell Baden-Württemberg SWR BW

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Janina Hecht
Janina Hecht
Sarah Hennings
Sarah Hennings, SWR Studio Mannheim
Patrick Figaj
SWR Journalist Patrick Figaj
Wolfgang Kessel
Wolfgang Kessel, Redakteur beim SWR in Mannheim

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