Insgesamt 20 Teilnehmer waren am Samstag vor einer Woche nach Frankreich gefahren. Weitere Personen schlossen sich laut Julien Ferrat vor Ort an. Die Gruppe habe aus 28 Personen bestanden, 21 Männern und 7 Frauen. Ein Teil kam demnach aus Mannheim und der Region, der Rest aus ganz Deutschland. Der Stadtrat (Die Mannheimer) hatte Mitte Mai eine Anzeige im Mannheimer Amtsblatt veröffentlicht und dabei zu einer "Politischen Bildungsfahrt nach Cap d’Agde" aufgerufen, was bundesweit für Aufsehen und Kritik gesorgt hatte.
Anzeige im Amtsblatt "Politische Bildungsfahrt": Mannheimer Politiker lädt zum FKK-Swinger-Urlaub ein
Der Mannheimer Stadtrat Julien Ferrat zeigt sich gerne nackt. Im Amtsblatt lädt er nun zu einem FKK-Urlaub ein und erntet dafür Kritik von der CDU.
Kritik vom FKK-Bundesverband
Die Reisepläne hatten Unverständnis ausgelöst, die Mannheimer CDU hatte den Beitrag im Amtsblatt scharf kritisiert. Auch der Deutsche Verband für Freikörperkultur hatte sich zu Ferrats Plänen für den FKK-Swinger-Urlaub geäußert. Die Vermischung der Begriffe FKK und Swingen führe zu Missverständnissen und entspreche nicht dem Selbstverständnis der Freikörperkultur, bei der Nacktheit ausdrücklich nicht sexuell konnotiert sei, heißt es von Seiten des Verbandes.
Mannheimer Lokalpolitiker sieht "touristisches Potential"
Ferrat verweist dagegen auf die Vermischung von FKK und Swingen, die im Village Naturiste seit Jahrzehnten stattfinde - und darauf, dass das FKK-Dorf ohne staatliche Förderung nicht entstanden sei. Das Ursprungs-Projekt war in den 1970er Jahren von Seiten der Stadt Agde initiiert worden. Ferrat möchte jetzt Gelerntes von der Reise für seine Arbeit als Stadtrat nutzen. Langfristiges Ziel sei es, auch in Mannheim ein FKK-Swinger-Paradies zu errichten und Mannheim als kleine Schwester von Cap d’Agde zu vermarkten, so der Stadtrat. Ferrat erkennt darin "touristisches Potential".
Der Lokalpolitiker selbst zeigte sich nach der Reise zufrieden. Das "Kernanliegen, nicht nur einen reinen Strandurlaub anzubieten, sondern auch ein Rahmenprogramm mit Hintergrundinformationen", sei bei den meisten gut angekommen.