Brände können schneller gelöscht werden

Berufsfeuerwehr Mannheim hat aufgerüstet: Neue Spezialdrohne entdeckt die heißesten Stellen

Seit 2025 hat die Mannheimer Berufsfeuerwehr eine Drohne mit Wärmebildkamera. Sie hilft bei Großbränden. Auch das Personal auf den Einsatzfahrzeugen ist aufgestockt worden.

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Von Autor/in Janina Hecht

Die Mannheimer Berufsfeuerwehr hat im vergangenen Jahr technisch und personell weiter aufgerüstet. So ist dort seit 2025 eine neue Spezialdrohne im Einsatz, teilten Stadt und Feuerwehr am Mittwoch bei der Vorstellung des Jahresberichts für das vergangene Jahr mit. Die Drohne hilft aus der Luft, Brände schneller und gezielter zu bekämpfen. Auch das zusätzliche Personal auf den sechs Löschfahrzeugen hat bei einem Großbrand Schlimmeres verhindert.

Drohne entdeckt die heißesten Stellen bei Bränden

Die neue Spezialdrohne der Mannheimer Berufsfeuerwehr ist mit einer Wärmebildkamera ausgestattet. Damit können die Einsatzkräfte bei einem Brand aus der Luft die heißesten Bereiche erkennen und gezielt an diesen Stellen löschen, erklärte der stellvertretende Feuerwehrkommandant Jens Stiegel.

Drohne der Mannheimer Feuerwehr
Drohne der Mannheimer Feuerwehr Feuerwehr Mannheim

Die Drohne habe sich schon mehrfach bewährt - vor allem bei größeren Einsätzen wie bei einem Dachstuhlbrand im Dezember 2025 in Mannheim-Luzenberg. Der komplette Dachstuhl habe in Flammen gestanden, aus jedem Fenster hätten die Flammen geschlagen, so Stiegel. So etwas hätten auch erfahrene Einsatzleiter zuvor noch nicht erlebt. Dank der Drohnentechnik konnte der Brand gezielter gelöscht werden. Bei Großbränden habe sich durch die Drohne die Dauer der Einsätze merklich verkürzt.

Das hat uns sehr viel geholfen und hat auch dazu beigetragen, dass wir Einsätze schneller und präziser abwickeln konnten.

Mehr Einsatzkräfte auf den Löschfahrzeugen

Ein Löschfahrzeug der Berufsfeuerwehr vor der Hauptfeuerwache in Mannheim
In allen Löschfahrzeugen der Berufsfeuerwehr Mannheim befinden sich seit März dieses Jahres sechs Einsatzkräfte.

Aber auch personell hat die Berufsfeuerwehr Mannheim aufgestockt: Seit März dieses Jahres sind mehr Feuerwehrleute auf den Löschfahrzeugen. Das mache sich deutlich bemerkbar, sagte der stellvertretende Feuerwehrkommandant Jens Stiegel.

Zum Beispiel bei einem Großbrand in einer Shisha-Bar im Mannheimer Quadrat R1 im April. Die komplette Außenfassade habe gebrannt, als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, sagte er. Durch das zusätzliche Personal auf den Löschfahrzeugen konnte ein Teil der Einsatzkräfte die Menschen aus dem Gebäude holen und der andere Teil mit dem Löschen loslegen. Vermutlich deswegen habe es nur Leichtverletzte gegeben, erklärte er.

Zahl der Feuerwachen soll verdoppelt werden

Und noch mehr soll in den kommenden Jahren angegangen werden. Denn zurzeit ist die Feuerwehr im Notfall nicht schnell genug in allen Stadtteilen, so Jens Stiegel. Die drei Standorte der Berufsfeuerwehr in Käfertal, Neckarau und Rheinau reichen nicht aus. In zehn bis 15 Jahren sollen drei weitere Standorte dazu kommen, damit die Feuerwehr kürzere Wege hat, und zwar in Sandhofen, Seckenheim und in der Neckarstadt-West. Wenn alle Wachen fertig sind, sollen die Einsatzkräfte nur noch maximal acht Minuten brauchen, bis sie am Einsatzort sind.

Die Planungen für den ersten Standort in der Neckarstadt-West sollen noch in diesem Jahr beginnen, erklärte Jens Stiegel. Mit dem Bau dieser neuen Wache soll es dann im Jahr 2028 losgehen.

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