In Mannheim macht sich der Shorttrack-Nachwuchs fit für die Zukunft, genauer gesagt: Im Eissportzentrum Herzogenried. Heute herrscht dort konzentrierter Betrieb. Die Athletinnen und Athleten des Mannheimer ERC unter der Leitung ihrer erfahrenen Trainerin Gundi Pawasserat bereiten sich auf das Training vor. Es geht um Shorttrack – eine Sportart, die Pawasserat als "akrobatische Schnellkraft-Ausdauersportart" beschreibt und die weit mehr erfordert als nur reine Geschwindigkeit.
Shorttrack in Deutschland: Eine Sportart am Scheideweg
Shorttrack kämpft in Deutschland um Aufmerksamkeit. Bei den Olympischen Winterspielen in Italien ist es das erste Mal, dass in dieser Disziplin kein deutscher Sportler teilnimmt. Nur an fünf Standorten in Deutschland kann Shorttrack trainiert werden, und wer sich für Olympia qualifizieren will muss nach Dresden. Darin sieht Pawasserat ein Problem: Junge Talente müssen oft früh ihr gewohntes Umfeld verlassen, was viele abschreckt und lokale Vereine schwächt. "Die Vereine gehen dadurch kaputt", warnt sie und plädiert dafür, den Sportlern mehr Raum in ihren Heimatvereinen zu geben, um die Basis des Sports zu verbreitern.
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