"Nachtwandel" fällt 2026 aus

"Der Busch spielt!" - Mannheimer Jungbusch überbrückt Pausenjahr mit kleineren Kulturfesten

Der Mannheimer "Nachtwandel" fällt dieses Jahr aus und soll erst 2027 weitergehen. Währenddessen gibt es kleinere Kulturveranstaltungen. Den Auftakt macht am Freitag "Der Busch spielt".

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Stand

Von Autor/in Leonard Stern

Während das Mannheimer Kulturfestival "Nachtwandel" pausiert, soll es in diesem Jahr mehrere kleinere Kulturveranstaltungen geben. Den Auftakt macht das Stadtteilfest "Der Busch spielt!" am Freitag, 10. Juli. Die Organisatoren des "Nachtwandels" wollen die Pause nutzen, um das große Kulturfestival organisatorisch und finanziell neu aufzustellen.

Stadtteilfest "Der Busch spielt!" im Jungbusch

Musik, Mitmachaktionen und ein gemeinsames kostenloses Abendessen: Das Fest "Der Busch spielt!" beginnt am Freitagnachmittag mit Angeboten für Kinder und Jugendliche. Offiziell eröffnet wird es um 18 Uhr von Kulturbürgermeister Thorsten Riehle (SPD) und Quartiermanager Johannes Kieffer. Auf dem Programm stehen unter anderem Auftritte von Musikerinnen und Musikern aus dem Stadtteil. Außerdem öffnet der Kiosk im Zentrum des Stadtteils nach einer mehrmonatigen Pause wieder.

Bei "Der Busch spielt!" stehen vor allem Musikerinnen und Musiker auf der Bühne, die im Jungbusch leben und auch dort groß geworden sind.

Mannheims Wirtschafts- und Kulturbürgermeister Thorsten Riehle und Johannes Kieffer, der Quartiermanager und Leiter des Gemeinschaftszentrums Jungbusch
Mannheims Wirtschafts- und Kulturbürgermeister Thorsten Riehle (links) und Johannes Kieffer, der Quartiermanager und Leiter des Gemeinschaftszentrums Jungbusch (rechts).

"Nachtwandel" im kommenden Jahr Ende Oktober

Der "Nachtwandel" im Mannheimer Stadtteil Jungbusch soll als 20. Ausgabe erst im kommenden Jahr am 29. und 30. Oktober 2027 wieder stattfinden - mit einer gesicherten Finanzierung und einer neuen inhaltlichen Ausrichtung. Denn laut Kulturbürgermeister Thorsten Riehle steht und fällt der Nachtwandel damit, dass genug Geld von Sponsoren eingeworben werden kann.

Nach Angaben der Stadt sind vor allem die Kosten für Sicherheit in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Allein der organisatorische Aufwand der städtischen Veranstaltungsgesellschaft "Veranstaltungen-Tourismus-Marketing" (VTM), die seit 2024 die organisatorische Verantwortung trägt, lag zuletzt bei rund 130.000 Euro. Zurzeit laufen schon die ersten Gespräche mit möglichen Sponsoren für 2027 und die nächsten Jahre, teilten Riehle und Kieffer mit.

Die Organisatoren des Kulturfestivals "Nachtwandel" 2025 im Mannheimer Stadtteil Jungbusch
Die Organisatoren des 19. Nachtwandels 2025 (v. l. n. r. Eric Carstensen, Stefanie Rihm, Christian Specht, Lisa Buttler, Lea Toifl, Oliver Althausen und Johannes Kieffer). Bild in Detailansicht öffnen
Eine "Walking Act"-Musikgruppe beim Kulturfestival "Nachtwandel" im Mannheimer Stadtteil Jungbusch 2025
Eine "Walking Act"-Musikgruppe beim Nachtwandel 2025. Bild in Detailansicht öffnen
Das Kulturfestival "Nachtwandel" im Mannheimer Stadtteil Jungbusch
Beim Nachtwandel im Jungbusch spielen Musiker auf verschiedenen Bühnen. Bild in Detailansicht öffnen
Das Kulturfestival "Nachtwandel" im Mannheimer Stadtteil Jungbusch 2025
Viele Hinterhöfe im Mannheimer Stadtteil Jungbusch öffnen beim Nachtwandel ihre Türen. Bild in Detailansicht öffnen
Das Kulturfestival "Nachtwandel" im Mannheimer Stadtteil Jungbusch
An verschiedenen Ständen im ganzen Viertel gibt es Kunst und Kulinarik. Bild in Detailansicht öffnen
Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht eröffnet daas Kulturfestival "Nachtwandel" 2025 im Stadtteil Jungbusch
Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht (CDU) hat den 19. Nachtwandel 2025 eröffnet. Bild in Detailansicht öffnen

Kulturcharakter des "Nachtwandels" stärken

Johannes Kieffer möchte als Quartiermanager den "Nachtwandel" als ein Event, "das im Jungbusch ganz stark identitätsstiftend ist", weitererhalten. Es gehe ausdrücklich nicht darum, die Veranstaltung zu kommerzialisieren. Vielmehr solle der "Nachtwandel“ weiter ein Kulturfest bleiben, das "aus der Jungbusch-Community heraus entsteht".

Und diese Jungbusch-Community möchte, dass der "Nachtwandel" künftig wieder stärker als Kulturfestival wahrgenommen wird. Vertreter aus Kunst und Kultur hätten sich in Gesprächen dafür ausgesprochen, den kulturellen Charakter der Veranstaltung wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken, so Thorsten Riehle und Johannes Kieffer.

"Dass diejenigen, die im Jungbusch leben, arbeiten, wohnen, Verantwortung tragen - mitmachen, das ist der Gelingens-Faktor überhaupt."

Eine Verkleinerung des Nachtwandels ist nach Angaben der Stadt derzeit nicht geplant. Dies wäre ohnehin nur mit Zugangskontrollen möglich und würde somit weitere Kosten verursachen.

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Leonard Stern
Leonard Stern lächelt in die Kamera. Er ist multimedialer Reporter im SWR Studio Mannheim.

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