Während das Mannheimer Kulturfestival "Nachtwandel" pausiert, soll es in diesem Jahr mehrere kleinere Kulturveranstaltungen geben. Den Auftakt macht das Stadtteilfest "Der Busch spielt!" am Freitag, 10. Juli. Die Organisatoren des "Nachtwandels" wollen die Pause nutzen, um das große Kulturfestival organisatorisch und finanziell neu aufzustellen.
Stadtteilfest "Der Busch spielt!" im Jungbusch
Musik, Mitmachaktionen und ein gemeinsames kostenloses Abendessen: Das Fest "Der Busch spielt!" beginnt am Freitagnachmittag mit Angeboten für Kinder und Jugendliche. Offiziell eröffnet wird es um 18 Uhr von Kulturbürgermeister Thorsten Riehle (SPD) und Quartiermanager Johannes Kieffer. Auf dem Programm stehen unter anderem Auftritte von Musikerinnen und Musikern aus dem Stadtteil. Außerdem öffnet der Kiosk im Zentrum des Stadtteils nach einer mehrmonatigen Pause wieder.
Bei "Der Busch spielt!" stehen vor allem Musikerinnen und Musiker auf der Bühne, die im Jungbusch leben und auch dort groß geworden sind.
"Nachtwandel" im kommenden Jahr Ende Oktober
Der "Nachtwandel" im Mannheimer Stadtteil Jungbusch soll als 20. Ausgabe erst im kommenden Jahr am 29. und 30. Oktober 2027 wieder stattfinden - mit einer gesicherten Finanzierung und einer neuen inhaltlichen Ausrichtung. Denn laut Kulturbürgermeister Thorsten Riehle steht und fällt der Nachtwandel damit, dass genug Geld von Sponsoren eingeworben werden kann.
Nach Angaben der Stadt sind vor allem die Kosten für Sicherheit in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Allein der organisatorische Aufwand der städtischen Veranstaltungsgesellschaft "Veranstaltungen-Tourismus-Marketing" (VTM), die seit 2024 die organisatorische Verantwortung trägt, lag zuletzt bei rund 130.000 Euro. Zurzeit laufen schon die ersten Gespräche mit möglichen Sponsoren für 2027 und die nächsten Jahre, teilten Riehle und Kieffer mit.
Kulturcharakter des "Nachtwandels" stärken
Johannes Kieffer möchte als Quartiermanager den "Nachtwandel" als ein Event, "das im Jungbusch ganz stark identitätsstiftend ist", weitererhalten. Es gehe ausdrücklich nicht darum, die Veranstaltung zu kommerzialisieren. Vielmehr solle der "Nachtwandel“ weiter ein Kulturfest bleiben, das "aus der Jungbusch-Community heraus entsteht".
Und diese Jungbusch-Community möchte, dass der "Nachtwandel" künftig wieder stärker als Kulturfestival wahrgenommen wird. Vertreter aus Kunst und Kultur hätten sich in Gesprächen dafür ausgesprochen, den kulturellen Charakter der Veranstaltung wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken, so Thorsten Riehle und Johannes Kieffer.
"Dass diejenigen, die im Jungbusch leben, arbeiten, wohnen, Verantwortung tragen - mitmachen, das ist der Gelingens-Faktor überhaupt."
Eine Verkleinerung des Nachtwandels ist nach Angaben der Stadt derzeit nicht geplant. Dies wäre ohnehin nur mit Zugangskontrollen möglich und würde somit weitere Kosten verursachen.