"Park-Stark"-App zeigt freie Parkplätze an und navigiert Nutzer dorthin

Neue App aus Mannheim erleichtert Parkplatzsuche für Schwerbehinderte

Die neue App "Park-Stark" aus Mannheim soll Menschen mit Schwerbehinderung helfen, freie Parkplätze in der Stadt zu finden. Für Betroffene ist das eine große Unterstützung im Alltag.

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Von Autor/in Lara Rank

Die Parkplatzsuche ist für viele Autofahrerinnen und Autofahrer ein Stressfaktor - für Menschen mit körperlichen Einschränkungen ist die Suche nach einem geeigneten Parkplatz eine besonders große Herausforderung. In Mannheim soll die neue App "Park-Stark" jetzt diesen Menschen helfen, schnell einen Parkplatz zu finden. Smart City Mannheim, ein Tochterunternehmen der Stadt, hat die App entwickelt. Sie zeigt an, wo Stellplätze frei sind und wie man dorthin kommt. Denn die wenigen Parkflächen, die es gibt, sind nämlich oft belegt, erzählt ein Betroffener. Nach Angaben der Stadt Mannheim gibt es in den 17 Stadtbezirken insgesamt mehr als 250 Schwerbehindertenparkplätze.

Die "Park-Stark"-App navigiert zum freien Parkplatz

Die App "Park-Stark" zeigt automatisch alle Schwerbehindertenparkplätze in der Umgebung an und ob diese frei sind oder nicht. Die App nutzt den aktuellen Standort der Nutzerinnen und Nutzer und kann sie direkt zu einem verfügbaren Parkplatz navigieren. Ändert sich der Belegungsstatus während der Fahrt, schlägt die App automatisch Alternativen vor und lotst die Autofahrer direkt zu der nächstgelegenen Parkmöglichkeit.

Screenshot der "Park-Stark"-App: Dort werden die freien Parkplätze grün angezeigt und die belegten rot.
In der "Park-Stark"-App werden die freien Parkplätze grün angezeigt und die belegten rot.

Die Leute kriegen mehr Teilhabe am öffentlichen urbanen Leben, wenn sie sicher sind, wenn sie in die Stadt fahren, dass sie auch einen entsprechenden Parkplatz bekommen.

Das System funktioniert mithilfe von Radartechnologie und Magnetfeldmessung. Auf den Schwerbehindertenparkplätzen in Mannheim wurden Sensoren am Boden angebracht, die erfassen, ob der Parkplatz frei oder belegt ist. Die Daten werden dann in Echtzeit übermittelt und anschließend in der App angezeigt. Der Appentwickler Smart City steht als Tochterunternehmen der Stadt im engen Austausch mit der Stadtverwaltung. In Zukunft wollen noch weitere Städte wie Friedrichshafen, Stuttgart oder München die App übernehmen, teilte Smart City mit.

Ein roter Sensor unter einem Auto auf einem Parkplatz
Ein Sensor im Boden meldet der "Park-Stark"-App, ob ein Behinderten-Parkplatz noch frei ist oder nicht.

App verringert Stress für Betroffene

Für Tom Foell, Vorstandsmitglied der AG Barrierefreiheit Rhein-Neckar, ist es besonders wichtig, schnell einen geeigneten Parkplatz zur Verfügung zu haben. Aufgrund seiner Multiple-Sklerose-Erkrankung sitzt er seit einigen Jahren viel im Rollstuhl. Weil oft Autofahrer unberechtigt auf Schwerbehindertenparkplätzen stünden, habe er oft das Problem gehabt, keinen freien Parkplatz zu finden. Deshalb habe er früher viel im Voraus planen müssen. Dank der App könne er mittlerweile viel spontaner und freier in die Stadt fahren, sagt er. Die App verringere den Stress bei der Parkplatzsuche für ihn enorm.

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